Die Fünf Lieder von Josef Rheinberger sind vierstimmige A-cappella-Chorwerke auf Texte von Eduard Mörike (Nr. 2 bis 5). Rheinberger gelingt es, die romantische Lyrik Mörikes stimmungsvoll in Musik zu übersetzen. Inhaltlich spannen die Lieder einen Bogen vom Zwitschern einer Schwalbe vor dem Fenster über die geheimnisvolle Atmosphäre der Nacht bis hin zu Reflexionen über Aufbruch, Hoffnung und Vergänglichkeit.
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Josef Gabriel Rheinberger: Fünf Lieder, op. 31
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Robert Schumann: Schön-Rohtraut
Schön-Rohtraut ist ein vierstimmiges A-cappella-Chorwerk von Robert Schumann aus den Romanzen und Balladen I, op. 67 aus dem Jahr 1849. Das Stück erzählt die Geschichte der geheimnisvollen Schönen Rohtraut und eines jungen Mannes, der sich nach ihr sehnt und einen heimlichen Kuss mit ihr erlebt. Schumann fängt die jugendliche Leichtigkeit und die zarte Romantik von Mörikes Gedicht ein und verbindet sie mit einem lebendigen und harmonischen musikalischen Ausdruck.
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Josef Gabriel Rheinberger: Zwei Liebchen, op. 108,5
Zwei Liebchen von Josef Rheinberger ist das fünfte Lied aus seiner Sammlung Am Strom. Sechs Gesänge, op. 108. In diesem Andantino im 2/4-Takt wird die tragische Geschichte eines Brautpaares erzählt, das auf der Donau spielerisch seine Zuneigung ausdrückt, jedoch schließlich vom Fluss mitgerissen wird. Rheinberger verbindet tänzelnde, wellenartige Melodien mit ausdrucksstarken Harmonien, die sowohl die Zärtlichkeit des Moments als auch das drohende Unheil der Erzählung hervorheben.
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Max Bruch: Herr, schicke, was du willt, op. 60,4
Max Bruchs Herr, schicke, was du willt ist eine vierstimmige A-cappella-Komposition für gemischten Chor und bringt die Demut und das Vertrauen in Gottes Plan zum Ausdruck. Die ruhige, meditative Atmosphäre des Andante im 2/4-Takt unterstreicht die Hingabe und den inneren Frieden des Textes und vermittelt eine tief empfundene Akzeptanz von Freude und Leid als Gaben Gottes.
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Max Reger: Er ist’s, op. 111b,3
Max Regers Er ist’s für vierstimmigen Frauenchor (SSAA) wurde 1909 auf den gleichnamigen Text von Eduard Mörike komponiert und fängt die freudige Erwartung auf das Erwachen des Frühlings ein. Die Komposition spiegelt Mörikes poetische Beschreibung des Frühlings als lebendige, verführerische Präsenz wider, wobei der 6/8-Takt eine elegante Leichtigkeit erzeugt. Der Frauenchor bringt die zarten und hoffnungsvollen Momente des Frühlings klanglich zum Leben.
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Heinrich von Herzogenberg: Untreue op. 26,7
Heinrich von Herzogenbergs Untreue (Op. 26, Nr. 7) für Frauenchor und optionales Tasteninstrument setzt den Text in melancholische, sanfte Musik um. Das Werk beschreibt die schmerzliche Entdeckung von Untreue in einer träumerischen Nachtstimmung, wobei der Frauenchor in zarten, fast flüsternden Phrasen den Verlust von Liebe und Treue reflektiert.
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Peter Schindler: Rosenzeit. Liederzyklus über die Liebe
Der Liederzyklus Rosenzeit für eine Singstimme und Klavier verbindet jazzinspirierte Musik mit Liebesgedichten aus verschiedenen Epochen, darunter 18 Gedichte von Eduard Mörike. Die Kompositionen sind sowohl für weibliche als auch männliche Stimmen geeignet und zeichnen sich durch anspruchsvolle Klavierbegleitungen aus, die sowohl klassische Pianist*innen als auch Jazzmusiker*innen ansprechen.
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Hans Schanderl: Gebet
Hans Schanderls Gebet für gemischten Chor (SATB) vertont den Mörikes Text mit einem ausdrucksstarken Wechselspiel zwischen piano und sforzato und stellt damit die emotionale Bandbreite von Liebe und Leid dar. Der Komponist nutzt den Dialog zwischen Ober- und Unterstimmen, um die vielfältigen Nuancen des Textes klanglich hervorzuheben.
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Peter Schindler: Engellieder
Die Engellieder von Peter Schindler sind ein Liederzyklus, der Engel in verschiedenen Lebenslagen darstellt. Lied Nr. 1 (Leiser Engel) und Nr. 3 (Engelgesang) basieren auf Texten von Eduard Mörike. Die Kompositionen sind in verschiedenen Gesangsbesetzungen (ein- bis vierstimmig) mit Klavierbegleitung aufführbar und können auch mit Streichinstrumenten ergänzt werden. Sie eignen sich für Chöre aller Größen und können das ganze Jahr über, besonders zu Weihnachten, als Konzerteinlage oder Zugabe aufgeführt werden.
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Hugo Wolf / Clytus Gottwald: Vier Lieder
Clytus Gottwalds Arrangements der Vier Lieder von Hugo Wolf, die sauf Texten von Eduard Mörike und einem anonymen Dichter basieren, bieten anspruchsvollen Chören die Möglichkeit, diese meisterhaft arrangierten Lieder für 7 bis 16 Stimmen klangvoll aufzuführen. Die Chorstücke umfassen das berühmte Eingangslied aus dem Italienischen Liederbuch (Und willst du deinen Liebsten sterben sehen) sowie drei Gedichte von Mörike: Das verlassene Mägdelein, Auf ein altes Bild und Der Gärtner.
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Hugo Wolf / Clytus Gottwald: Drei Lieder
Clytus Gottwalds Arrangements der drei Mörike-Lieder von Hugo Wolf für sechsstimmigen gemischten Chor schaffen eine einzigartige Verbindung lebhafter Klangfarben mit filigraner Harmonik. In der Frühe bildet das Läuten der Morgenglocken musikalisch nach, im Gebet verweben sich Choralmotive mit einer Anspielung auf Isoldes Liebestod, während Um Mitternacht eine dunkle, dissonanzreiche Klangwelt erschafft.
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Hugo Wolf / Denis Rouger: Verborgenheit
Hugo Wolfs Verborgenheit, ursprünglich für Solostimme und Klavier auf den Text von Eduard Mörike komponiert, wurde von Denis Rouger behutsam für Kammerchor bearbeitet, wobei das Original respektvoll erhalten blieb. Der Arrangeuer nutzt harmonische und rhythmische Strukturen, um jede Stimme individuell einzubinden, wodurch die Ausdruckskraft des Kunstlieds mit der Vielseitigkeit eines Ensembles kombiniert wird. So eröffnet die Chorversion neue Perspektiven auf das klassische Werk.
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Hugo Wolf / Denis Rouger: Fußreise
Hugo Wolfs Fußreise (Text: Eduard Mörike) klingt anfangs wie ein beschwingtes Wanderlied, aber macht bald die Spannung zwischen irdischem Leid und ewiger Sehnsucht spürbar. Der Komponist sah die Kunst als Befreiung der Seele aus dem „elenden Klavierkasten“ des Körpers, was sich auch in seiner intensiven, metaphysischen Vertonung zeigt. Denis Rouger hat das Lied für Kammerchor adaptiert.
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Peter Schindler: Denk es, o Seele! aus: Sonne, Mond und Sterne
Peter Schindler beschreibt Denk es, o Seele von Eduard Mörike als ein Gedicht von eindringlicher Wirkung, das die Todesvertrautheit in volksliedhafter Leichtigkeit thematisiert. In seiner Vertonung verschmelzen meditativ-melancholische Klänge mit jazzaffiner Harmonik, wobei der Text stets im Vordergrund steht. Die zentrale Botschaft „Denk es, o Seele!“ wird durch rhythmische Wiederholung kraftvoll betont und hinterlässt einen bleibenden Eindruck.
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Peter Schindler: Um Mitternacht
Peter Schindlers Vertonung von Mörikes Um Mitternacht gestaltet das Gedicht als ruhiges Wiegenlied, das die Nacht als Mutter personifiziert. Die gleichmäßige Pulsation und die sanfte Begleitung erzeugen eine erdige, lebensbejahende Atmosphäre und lassen die Metaphern des Gedichts wie einen Film vorüberziehen. Die Musik spricht auch traditionelle Chöre an, die mit Chanson-, Pop- oder Jazzklängen vertraut sind.
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Vic Nees: Zwei Chorlieder
Die Zwei Chorlieder kontrastieren zwei unterschiedliche Stimmungen: Hölderlins Hälfte des Lebens wirkt nostalgisch und verzweifelt, während Mörikes Fußreise Energie und Lebensfreude ausstrahlt. Diese Gegensätze spiegeln sich musikalisch in Tempo, Rhythmik und Tonalität wider, wobei die Stücke auch unabhängig voneinander aufgeführt werden können. Ihre Intonation erfordert musikalische Erfahrung, insbesondere bei chromatisch-enharmonischen Passagen.