Kleinbesetzte Messvertonungen

Kleinbesetzte Messvertonungen

Sind Sie auf der Suche nach Messkompositionen für Gottesdienst oder Konzert? Es müssen ja nicht immer Schubert oder Haydn sein – wir haben Ihnen Messvertonungen zusammengestellt, die nur eine kleine Instrumentalbesetzung erfordern. Werkdauern und chorische Anforderungen variieren, aber ganz sicher ist auch für Sie etwas dabei.

  • Marianna von Martines: Seconda Messa

    Eine Messkomposition einer jungen Wiener Komponistin: 1760, im Alter von 16 Jahren, komponierte Marianna von Martines ihre Seconda Messa. Das Werk im galanten Stil hat mit einer halbstündigen Dauer eher knappe Ausmaße. Es kann auch mit einer kleinen Besetzung effektvoll aufgeführt werden.

  • Antonio Caldara: Missa in G

    Der Venezianer Antonio Caldara war Vizekapellmeister am Wiener Kaiserhof. Er hat ein reiches Œuvre geistlicher und weltlicher Vokalmusik hinterlassen. Unter den sechs Messen aus der Sammlung "Sex Missae / Selectissimae“ ist die Missa in G die kürzeste. Die kleine Besetzung mit zwei Violinen und Basso continuo machen die Messe zu einem reizvollen Werk auch für kleinere Chöre.

  • Antonio Caldara: Missa dolorosa

    Antonio Caldaras Missa dolorosa eignet sich aufgrund ihres kantablen und ausdrucksvollen Stils, ihrer leichten Aufführbarkeit und der wenig aufwendigen Besetzung (zwei Violinen, Viola und Basso continuo sowie Fagott und Posaunen ad libitum) nicht nur für den Konzertgebrauch, sondern ebenso für die gottesdienstliche Liturgie.

  • Johann Joseph Fux: Missa in C

    Die immerhin knapp 50-minütige Missa in C des österreichischen Barockkomponisten überzeugt durch eine kleine, aber triumphale Besetzung mit vier Trompeten, Pauke, zwei Violinen und Basso continuo. 

  • Giacomo Carissimi: Missa concertata in C

    Die Missa concertata von Giacomo Carissimi ist mit ihrem generalbassbegleiteten konzertierenden Stil eine echte Rarität: Sie gilt als Zeugnis für den zeitgenössischen europäischen Ruhm des römischen Meisters. Die vokale Besetzung für zwei Tenöre oder Soprane und Bass kann solistisch oder chorisch realisiert werden.

  • Cyrill Schürch: Missa brevis

    Von einer Fughetta im Kyrie über das vom Quartintervall geprägte Gloria mit seinem Dialog zwischen Solostimme und Chor bis hin zu rhythmisch äußerst effektvollen Passagen im Sanctus ist in Schürchs vielseitiger Missa brevis alles vorhanden, was ein leistungsfähiger Chor sich wünschen kann. 

  • Francesco Gasparini: Missa a quattro voci

    Okay, zugegeben: nicht mehr ganz so klein besetzt: Gasparinis Messe wurde von J. S. Bach besonders mit Blick auf aufführungspraktische Belange verändert. Außerdem darf die Messe als praktisches Vorbild für die hoch entwickelte Kanonkunst und strenge Polyphonie in Bachs Spätwerk gesehen werden.

  • Leopold Mozart: Missa solemnis in C

    Diese Missa solemnis folgt dem im damaligen Salzburg eher ungebräuchlichen Typus der neapolitanischen "Kantatenmesse" im stile misto, bei dem teils polyphone Chorsätze mit solistischen Partien von konzertierendem oder ariosem Charakter abwechseln. Trotz kleinerer Besetzung handelt es sich um eine sehr festliche Messe – aber im moderaten Schwierigkeitsgrad.

  • Johann Caspar Ferdinand Fischer: Missa Sancti Dominici

    Schönste barocke Kirchenmusik par excellence – die kleinbesetzte Messe (2 Vl und Bc) ist eine Entdeckung auch für kleinere Chöre. Einfach mal reinhören!

  • Johann Ernst Eberlin: Missa brevis in a

    Johann Ernst Eberlin hat nicht nur das Salzburger Musikleben, sondern die gesamte süddeutsche Kirchenmusik seiner Zeit nachhaltig geprägt. Man schätzte seine Musik „wegen seiner Leichtigkeit und Behendigkeit, mit der er komponirte“. Auch Mozart orientierte sich in seinen Messen an Eberlins Kompositionsweise. Die Besetzung der Missa brevis in a ist reduziert auf Soli, vierstimmigen Chor und das Salzburger Kirchentrio mit zwei Violinen und Basso continuo. Als Spezifikum der Aufführungspraxis im Salzburger Dom treten noch drei Posaunen hinzu. 

  • Leopold Mozart: Missa in A

    In der um 1765 komponierten Missa in A verschmilzt Leopold Mozart in zeitüblicher Weise barocke und galante Stilemente und greift wie Eberlin auch auf die reduzierte Salzburger Besetzung mit zwei Violinen, Basso continuo und drei Posaunen zurück.

  • Franz Xaver Richter: Missa in A

    Während seiner Tätigkeit als Kapellmeister am Straßburger Münster schuf Richter seine Missa in A mit dem Beinamen „Hyemalis“ (winterlich). Die Instrumentalbesetzung ist außerordentlich schön anzuhören: Zwei Flöten, zwei Hörner, zwei Geigen, Bratsche und Basso continuo – vielfältig und von festlichem Charakter.

  • Georg Philipp Telemann: Missa brevis, über "Allein Gott in der Höh sei Ehr"

    Der vierstimmige Chor in Telemanns Missa brevis wird vom Generalbass begleitet und kann durch mitgehende Instrumente verstärkt werden. Eine Begleitung nur durch die Orgel ist ebenso möglich. Telemann beschränkt sich auf die Ordinariumsteile Kyrie und Gloria. Für den Gebrauch in Verbindung mit der Messe ist im Anhang ein vierstimmiger Satz Telemanns zu „Allein Gott in der Höh sei Ehr“ beigefügt, der ursprünglich für Chor und Instrumente bestimmt ist, aber bei einstimmigem Gesang auch als Orgelbegleitsatz dienen kann.

  • Claudio Monteverdi: Missa in illo tempore

    Monteverdis sechsstimmige Missa in illo tempore bildet gemeinsam mit der Marienvesper eine Sammlung von Kirchenmusik, die im Jahre 1610 in Venedig gedruckt und Papst Paul V. gewidmet ist. Sie ist bewusst im stile antico komponiert. Die Messe kann entweder a cappella oder mit Basso continuo aufgeführt werden. Eine schöne Herausforderung für Chöre!

  • Josef Gabriel Rheinberger: Missa in A, "in nativitate Domini"

    Eine besonders klangschöne Messe ohne technische Schwierigkeiten: Rheinbergers Missa in A für Frauenchöre kann sowohl in der Orchester- wie auch Orgelfassung aufgeführt werden. Die Orgelbegleitung dient als klangliche Stütze und erweitert den dreistimmigen Satz zur Vierstimmigkeit.