Missa dolorosa in e
Die Missa dolorosa in e von Antonio Caldara, dem neben Johann Joseph Fux zweiten „großen alten Mann“ am musikalischen Wiener Kaiserhof, ist ein Spätwerk des Komponisten aus dem Jahr 1735. Der Titelzusatz „dolorosa“ wurde von Caldara erst später hinzugefügt und bezieht sich vielleicht auf das Fest der „Sieben Schmerzen Marias“. Das Werk eignet sich aufgrund seines kantablen und ausdrucksvollen Stils, seiner leichten Aufführbarkeit und seiner wenig aufwendigen Besetzung (Fagott und Posaunen ad libitum) nicht nur für den Konzertgebrauch, sondern ebenso – nimmt man die Dauer von gut einer halben Stunde in Kauf – für die gottesdienstliche Liturgie.
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Antonio Caldara
| 1670-1736Antonio Caldara ist 1670 in Venedig geboren und war zu seinen Lebzeiten Cellist, Kapellmeister und Komponist. Seine Ausbildung erhielt Caldara vermutlich in seiner Heimatstadt beim Kapellmeister an St. Marco Giovanni Legrenzi. Caldara war als freischaffender Cellist in Venedig (1693-1700), als Kapellmeister in Mantua (1700-1707) und Rom (1709-1716) und zuletzt als Vizekapellmeister am kaiserlichen Hof in Wien (1716-1736) unter Kaiser Karl VI. tätig. Seine Popularität resultierte aus seinem Verständnis Traditionsbewusstsein mit höchstmöglicher Originalität zu verbinden. Er komponierte über 3.400 Werke, u.a mehr als 80 Opern, 43 Oratorien, etwa 150 Sinfonien, Messen, Serenaden, Kantaten und Motetten, Madrigale und Serenaden sowie über 300 Kanons. zur Person