Natur und Lyrik in Chorwerken der Romantik

Natur und Lyrik in Chorwerken der Romantik

Von Mendelssohns Chorliedern Im Freien zu singen über Fanny Hensels Gartenlieder und Franz Schuberts Gott in der Natur: Viele romantische Chorwerke vertonen blühende Gärten und idyllische Landschaften. Wir laden Sie ein, mehr davon zu entdecken – vielleicht für Ihr nächstes Konzertprogramm? 

  • Felix Mendelssohn-Bartholdy: Im Freien zu singen

    Mendelssohns melodische und harmonische Raffinessen spiegeln sich in diesen Chorstücken „Im Freien zu singen“ wider. Mit ihrer emotionaler Tiefe und wohlüberlegten chorischen Anlage eignen sich diese Stücke für Aufführungen im Freien oder im Garten, wo ihre lyrische und naturnahe Thematik besonders zur Geltung kommt.

  • Fanny Hensel: Gartenlieder

    Inspiriert von den Sonntagsmusiken ihrer Familie vertonte Hensel sechs Texte der deutschen Romantik, die sich durch wiederkehrende Naturmotive und eingängige Melodien auszeichnen. Sie bieten Chören eine abwechslungsreiche und melodienreiche Schatzkiste.

  • Antonín Dvorák: In der Natur. Fünf Chorlieder

    Die scheinbar einfachen Chorlieder op. 63 von Dvorák sind durchdrungen von einer Stimmung voller Ausdruckskraft und nuancenreicher Intensität – meisterhafte Chorwerke mit beeindruckendem Effekt.

  • Ludwig van Beethoven: Meeres Stille und glückliche Fahrt

    Das Meer befuhr Beethoven zwar nie, doch seine 1815 uraufgeführte Komposition erstaunt bis heute: Die glatte Fläche des bewegungslosen Wassers, die im Zeitalter der Segelschiffe nichts anderes bedeutet als Immobilität und Reiseverzögerung, musikalisierte er ebenso intensiv wie den auffrischenden Wind, der schließlich die ersehnte „Glückliche Fahrt“ ermöglicht. 

  • Charles Gounod: Mignon

    In Goethes Roman "Wilhelm Meisters Lehrjahre" verkörpert Mignon die Sehnsucht nach Italien. Charles Gounod vertonte das Fernweh nach der italienischen Idylle mit sehnsuchtsvollen Melodien und einer triolisch rauschenden Klavierstimme. Chorarrangement von Denis Rouger.

  • Claude Debussy: Soupir

    Debussys "Soupir", meisterhaft arrangiert von Clytus Gottwald für 16-stimmigen Chor, entfaltet mit schwebenden Harmonien und einem träumerischen Text die melancholische Schönheit der Natur. 

  • Niels Gade: Fünf Gesänge op. 13

    Der dänische Komponist schrieb diese A-cappella-Stücke während seiner Studienzeit bei Felix Mendelssohn Bartholdy in Leipzig. Die homophonen, dezent chromatischen Sätze basieren auf romantischer Naturpoesie – inspiriert durch die Jahreszeiten, Morgenstimmung, Wasserrosen und Waldwanderungen.

  • Franz Schubert: Gott in der Natur

    In diesem Chorstück vertont Schubert eindrucksvoll die majestätische Größe und Macht Gottes. Mit dynamischen Nuancen und kraftvollen Texten werden die Naturgewalten und die göttliche Präsenz musikalisch lebendig.

  • Maurice Ravel: Matinée de Provence

    Dieses Werk für Chor und Orchester beschreibt mit farbenreichen Harmonien und eingängigen Melodien einen Morgen in der Provence. Trotz strenger Wettbewerbsbedingungen beim Kompositionswettbewerb „Prix de Rome“ zeigt das Werk eindrucksvoll Ravels charakteristische Klangsprache.

  • Maurice Ravel: L'Aurore

    Ravels fünfter und letzter erfolgloser Versuch beim „Prix de Rome“ löste eine bedeutende Kontroverse über mangelnde Kompetenz und Unparteilichkeit der Jury aus. Die Naturbeschreibung der Morgendämmerung schöpft die Klangfarben des Orchesters aus und ist dabei für den Chor gut machbar.