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Komponist*in
Peter Cornelius
| 1824-1874Peter Cornelius, geboren 1824 in Mainz, gestorben 1874 ebenfalls in Mainz. Sohn eines Schauspielerehepaars. Ergriff zuerst ebenfalls diesen Beruf, studierte dann aber von 1844 bis 1846 Kontrapunkt bei S. Dehn in Berlin. Seine Kirchenmusik stammt hauptsächlich aus dieser Zeit und aus den Jahren nach 1852, als er zu Liszt nach Weimar ging; dieser förderte sein Schaffen als Kirchenkomponist. Cornelius wurde einer der wichtigsten Vorkämpfer der neudeutschen Schule. Er folgte Wagner 1865 nach München, wo er ab 1867 als Kompositonslehrer an der neugegründeten Kgl. Musikschule wirkte. Heute sind besonders seine Oper "Der Babier von Bagdad" (1858) und seine "Weihnachtslieder" op. 8 bekannt. zur Person
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Textdichter*in
Heinrich Heine
| 1797-1856Heinrich Heine (1797–1856) zählt zu den bedeutendsten deutschen Dichtern des 19. Jahrhunderts. Er wurde in Düsseldorf geboren und ist vor allem für seine lyrischen Gedichte bekannt, die Romantik mit scharfer Gesellschaftskritik verbinden. Viele seiner Werke handeln von Liebe, Natur und Freiheit. Wegen seiner politischen Ansichten lebte Heine viele Jahre im Exil in Paris.
Er nimmt auch in der Musikgeschichte eine herausragende Stellung ein. Seine lyrischen Texte wurden von zahlreichen Komponisten vertont und prägten insbesondere das Kunstlied der Romantik. Vor allem Robert Schumann, Franz Schubert, Felix Mendelssohn Bartholdy und Hugo Wolf schufen auf Grundlage von Heines Gedichten musikalische Werke von bleibender Bedeutung. Die poetische Verbindung von sprachlicher Einfachheit, emotionaler Tiefe und oft ironischer Mehrdeutigkeit bot den Komponisten vielfältige Möglichkeiten zur musikalischen Interpretation. Dadurch wurde Heines Lyrik zu einem zentralen Bestandteil des romantischen Liedrepertoires und wirkt bis heute in der Vokalmusik nach.
zur Person
Rezensionen
Peter Cornelius: Der Tod, das ist die kühle Nacht
Peter Cornelius: Der Tod, das ist die kühle Nacht
Ein fantastisches Stück Chormusik liefert Herausgeber G. Graulich mit diesem 1871 entstandenem Doppelchor von Peter Cornelius (1824 -1896) nach einem Text von Heinrich Heine. Der Komponist versteht es brillant, die Bilder des Gedichtes in musikalische Farben umzusetzen. Allerdings ist der Schwierigkeitsgrad des Werkes recht hoch anzusiedeln, der achtstimmige, oft imitatorisch gesetzte Notentext fließt über voller harmonischer Einfälle, ungewohnter Wendungen und intonationsproblematischer Akkorde.
Quelle: Musica Sacra 6/99, S. 486