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Komponist*in
Peter Cornelius
| 1824-1874Peter Cornelius, geboren 1824 in Mainz, gestorben 1874 ebenfalls in Mainz. Sohn eines Schauspielerehepaars. Ergriff zuerst ebenfalls diesen Beruf, studierte dann aber von 1844 bis 1846 Kontrapunkt bei S. Dehn in Berlin. Seine Kirchenmusik stammt hauptsächlich aus dieser Zeit und aus den Jahren nach 1852, als er zu Liszt nach Weimar ging; dieser förderte sein Schaffen als Kirchenkomponist. Cornelius wurde einer der wichtigsten Vorkämpfer der neudeutschen Schule. Er folgte Wagner 1865 nach München, wo er ab 1867 als Kompositonslehrer an der neugegründeten Kgl. Musikschule wirkte. Heute sind besonders seine Oper "Der Babier von Bagdad" (1858) und seine "Weihnachtslieder" op. 8 bekannt. zur Person
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Melodiekomponist*in
Gottfried Vopelius
| 1645-1715
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Melodiekomponist*in
Michael Franck
| 1609-1667
Rezensionen
Peter Cornelius
Peter Cornelius: ACH, WIE NICHTIG, ACH, WIE FLÜCHTIG op.9,1
Peter Cornelius (1824 -1874) komponierte seine Trauerchöre für Männerstimmen im Jahre 1869. Cornelius war ein angesehener Musikschriftsteller und zählte zu seinen Freunden keine geringeren als Richard Wagner und Franz Liszt. Neben erfolgreichen Opern (Der Barbier von Bagdad) haben ihn vor allem seine Lieder (Weihnachtslieder) bekannt gemacht. Auf Anraten Liszts sollte er sich ganz der Komposition von Kirchenmusik zuwenden.
Überzeugendes Beispiel seiner Satzkunst ist op.9 Nr.1. Das in jeder Hinsicht wundersame Stück ist als Choralmotette konzipiert. In der ungewöhnlichen Besetzung von 2 Tenorstimmen und 3 Bassstimmen denkt er das geistliche Lied „Ach wie nichtig, ach wie flüchtig” aus. Jede Strophe erfährt eine besondere Bearbeitung, man kann fast von Variationen sprechen. Die Mittel reichen von schlichten Achtel-Begleitakkorden über eine ins Nichts führende Chromatik bis hin zu verwehenden Achtelbewegungen. Fantastische Literatur für einen sehr kultivierten Männerchor oder ein intonationssicheres ad hoc Quintett.
Johannes Götz
Quelle: Kirchenmusik im Bistum Limburg 1/90, S. 28f.