Singen für den Frieden

Singen für den Frieden

Wie kann Musik denen helfen, die vom Krieg betroffen sind? Auch wenn wir uns machtlos fühlen, so können wir doch zumindest mit Musik unsere Verbundenheit mit den Opfern und unseren Wunsch nach Frieden zum Ausdruck bringen. Im Carus-Katalog finden Sie zahlreiche Werke zu den Themen Frieden und Hoffnung, die sich für Chöre aller Art eignen.
  • Verleih uns Frieden gnädiglich

    Martin Luthers Übersetzung des lateinischen Hymnus „Da pacem Domine“ mit „Verleih uns Frieden gnädiglich“ ist von zahlreichen Komponisten vertont worden. Wir empfehlen Vertonungen von Heinrich Schütz (Carus 3.086/90), Felix Mendelssohn (Carus 3.090/40), Andreas Hammerschmidt (Carus 5.175/00), Charles Gounod (Carus 3.082/20), Javier Busto (Carus 7.369/00), Ivo de Vento (Carus 3.082/40) und Thomas Jennefeld (Carus 7.436/00).

  • Dona nobis pacem

    „Dona nobis pacem“ ist ein Satz aus dem Agnus Dei der lateinischen Messe. Hier sind unsere Empfehlungen aus dem Carus-Katalog: Piret Rips (Carus 7.513/00), Ralph Vaughan Williams (Carus 93.016/00), Johannes Matthias Michel (Coro SAA: Carus 7.516/00; Coro SATB: Carus 7.516/50), und J. S. Bach aus der h-Moll-Messe.

  • Shalom-Vertonungen

    Shalom chaverim ist ein hebräisches Volkslied. Im Shalom-Quodlibet aus chorissimo! green können Kinder ihren Wunsch nach Frieden ausdrücken, indem sie dieses traditionelle Lied in einer Runde singen. Peter Hamburg hat das Volkslied für Coro SATB bearbeitet (Carus 3.095/20).  Michael Schütz' schwungvolle Vertonung des hebräischen Volksliedes Hevenu shalom alejchem für Coro SATB ruft ebenfalls zum Frieden in aller Welt auf. Beide Bearbeitungen erscheinen in unserer Sammlung von Pop-Arrangements für Kirchenchöre, Morning has broken.

  • Rudolf Mauersberger: Dresdner Requiem

    Als Leiter des Dresdner Kreuzchors während des Zweiten Weltkriegs erlebte Rudolph Mauersberger die Zerstörung Dresdens im Februar 1945 unmittelbar mit. Er komponierte sein Dresdner Requiem zwischen 1947 und 1948 und beabsichtigte eine „evangelische Totenmesse [...], wie sie die protestantische Kirche noch nicht besitzt“. Deshalb folgt das Werk zwar der Struktur des katholischen Requiems, verwendet aber vorwiegend deutsche liturgische Texte. Mauersberger konzipierte das Werk für drei Chöre, die jeweils in verschiedenen Räumen der Kirche aufgestellt sind.  


  • Sometimes I feel like a motherless child

    Dieses traditionelle Spiritual ist zwar keine explizite Reaktion auf Krieg, aber sein Ausdruck von Schmerz und Verzweiflung findet seinen Widerhall in Gefühlen der Machtlosigkeit. Hans Lüdemanns Bearbeitung von Sometimes I feel like a motherless child für Coro SATB und Klavier beginnt mit einem Lamento für Solo-Alt, das an Interpretationen des Spirituals von Bessie Griffin und Odetta erinnert.

  • Kaminski: Die Messe deutsch

    „O wirre Welt!“ So beginnt Heinrich Kaminskis selbst verfasster Kyrie-Text seiner A-cappella-Messe. Das Werk entstand 1934 als Reaktion auf die Machtergreifung der Nationalsozialisten – und es blieb Fragment.  Denn für eine deutsche Umschreibung des lateinischen Friedenswunsches „et in terra pax“ fehlten Kaminski angesichts der Zeitumstände die Worte.  Das Werk blieb zwar als Messe unvollendet, ist jedoch als Kyrie mit Gloria-Ruf in sich abgeschlossen und aufführbar als ein starkes Plädoyer gegen Hass und Verblendung und für Liebe und Hoffnung.

  • Schönberg: Friede auf Erden

    Schönbergs Friede auf Erden drückt die Hoffnung auf das aus, was Schönberg „als reine Harmonie unter Menschen“ bezeichnete. Das Werk nimmt mit auf eine emotionale Reise von anfänglicher Stabilität über einen dissonanten Mittelteil, der die Brutalität des Krieges widerspiegelt, bis hin zu einem zarten und optimistischen Schluss, der die Hoffnung auf Versöhnung vermittelt. Friede auf Erden war eine von Schönbergs letzten tonalen Kompositionen, bleibt aber eines der am schwierigsten aufzuführenden A-cappella-Chorwerke des 20. Jahrhunderts.

  • J. S. Bach-Kantaten

    Botschaften des Friedens durchdringen J. S. Bachs Kantate Der Friede sei mit dir BWV158. Neben dem titelgebenden ersten Satz drückt der dritte Satz „Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren“ Gefühle von Frieden, Tod und Auferstehung aus. Der abschließende Choral „Verleih uns Frieden gnädiglich“ in Bachs Kantate Am Abend aber desselbigen Sabbats BWV 42 verwendet eine zusätzliche Strophe des lutherischen Komponisten und Dichters Johann Walter (1566).

  • Peter Schindler: Friedenslied

    Im Friedenslied (Carus 9.001/00) für Kinderchor bringen der Komponist Peter Schindler und der Texter Maik Brandenburg zum Ausdruck, dass Frieden nicht nur im großen, internationalen Maßstab zwischen Ländern erreicht werden kann. Frieden kann und gibt es überall, von den Blumen, die sich im Wind bewegen, bis zum Lächeln, das man nie vergisst.

  • Jacek Sykulski: The Peace Meditation

    Jacek Sykulski schrieb The Peace Meditation kurz nach den Anschlägen vom 9.11.2001. Obwohl das Werk für Chor SATB und Sopransolo komponiert wurde, enthält es keine Worte. Denn keine Worte reichen aus, um den Schmerz zu beschreiben, den viele Menschen erlitten haben. Das Werk wird weiterhin als Ausdruck der Trauer in schwierigen Zeiten aufgeführt.

  • Peter Schindler: Der Blaue Planet

    In Peter Schindlers Musical für Kinder Der Blaue Planet wird verdeutlicht, dass keines der Elemente wichtiger ist als die anderen, und dass auch keine Nation über eine andere herrschen kann. Es kommt auf das Miteinander und Füreinander an, alles andere zerstört die Welt.

  • Bernard Blitsch: Im Frieden dein, o Herre mein

    „Im Frieden dein, o Herre mein“ ist eine enge Paraphrase des lateinischen „Nunc dimittis“. Bernard Blitsch greift in seiner wunderbar sparsamen Vertonung (Carus 3.235/20) auf die ursprüngliche mittelalterliche Hymnenmelodie zurück.