Tripelkonzert in E
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Composer
Carl Friedrich Christian Fasch
| 1736-1800
Reviews
Carl Friedrich Christian Fasch: Tripelkonzert für Trompete, Oboe d'amore, Violine, Streichorchester und Cembalo
Carl Friedrich Christian Fasch: Tripelkonzert für Trompete, Oboe d’amore, Violine, Streichorchester und Cembalo
Carl Friedrich Christian Fasch ist der Sohn des Bach-Zeitgenossen Joh. Friedr. Fasch, des Begründers der Berliner Singakademie. Sein Tripelkonzert überrascht durch die ungewöhnliche Wahl der Soloinstrumente: Trompete (im Original: Clarino in E), Oboe d’amore und Violine - also je ein Vertreter von Streichern, Holz- und Blechbläsern - konzertieren in edlem Wettstreit, begleitet vom Streichorchester mit Generalbass. Man wird an Telemanns bekannteres Tripelkonzert für Flöte, Oboe d’amore und Viola d’amore erinnert: beiden Werken eignet, schon durch die Wahl der gleichen Tonart, ein lieblicher, fast verspielter Charakter, jedoch weist Faschs dreisätziges Werk schon weiter in die Klassik. Der Part der hohen Trompete ist erwartungsgemäß sehr heikel, die beiden anderen Solisten haben technisch weniger anspruchsvolle, jedoch ebenso dankbare Aufgaben zu bewältigen. Zu allen drei Sätzen hat der Komponist Ensemblekadenzen ausgeschrieben.
Klaus Hofmann (Herbipol.) hat die Neuausgabe nach der einzigen Vorlage eingerichtet, einem zeitgenössischen handschriftlichen Stimmensatz, der sich in der Brüsseler Konservatoriumsbibliothek befindet. Dabei musste er einige Partien rekonstruieren, was er verantwortungsvoll und behutsam, jedoch stets im Hinblick auf die musikalische Praxis besorgte. Die gleichzeitige Veröffentlichung einer Schallplatte unterstreicht das Anliegen von Herausgeber und Verlag, vergessene Werke der Vergangenheit wieder dem Musikleben unserer Zeit zu erschließen.
Georg Meerwein
Quelle: TIBIA 2/79