Große Chorwerke für die Passionszeit

Große Chorwerke für die Passionszeit

Große Chorwerke gehören genauso in die Passionszeit wie das Weihnachtsoratorium von Bach in die Advents- und Weihnachtszeit. Wir haben Ihnen hier viele großartige Passionswerke zusammengestellt. Selbstverständlich erhalten Sie diese im gewohnten Urtext und mit vollständigem Aufführungsmaterial, teils auch mit unserer Übehilfe carus music, the Choir Coach.  Und keine Scheu: Die Werke sind gut mit Laienchören machbar. Unsere Schwierigkeitsgrade geben eine erste Orientierung.

  • Schütz: Johannespassion

    Mit seinen drei A-cappella-Passionen beschließt Schütz die Reihe seiner Historienvertonungen. Es sind textgezeugte ­Kompositionen von hohem handwerklichen Anspruch und zugleich dichter, verinnerlichter Expressivität, Werke des Alters und der Reife, mit denen eine ganze Musikepoche ihren Abschluss findet.

    Schwierigkeitsgrad: 1 2 3 4 5

  • Buxtehude: Membra Jesu nostri

    Für die Passionszeit 1680 komponierte Buxtehude sein größtes oratorisches Werk, den Kantatenzyklus Membra Jesu nostri. In den sieben Einzelkantaten werden Füße, Knie, Hände, Seite, Brust, Herz und Gesicht des gekreuzigten Christus allegorisch gedeutet. Die originale Streicherbesetzung von Nr. VI sieht 5 Gamben vor, die teilweise von Violinen und Violone übernommen werden können, so dass nur 2 Gamben benötigt werden.

    Schwierigkeitsgrad: 1 2 3 4 5

  • J.S. Bach: Matthäus-Passion

    Eine praxisorientierte Urtext-Ausgabe auf dem aktuellen Stand der Bach-Forschung, herausgegeben vom Bach-Experten Klaus Hofmann. Und dank des Arrangements für nur ein Orchester (Carus 31.244/50) auch für kleinere Ensembles zu realisieren.

    Schwierigkeitsgrad: 1 2 3 4 5

  • J.S. Bach / Pergolesi / Bartels (arr.): Tilge, Höchster, meine Sünden

    Johann Sebastian Bach hat Giovanni Battista Pergolesis ­bekanntes Stabat Mater für die eigene Aufführung in der Leipziger Thomas­kirche bearbeitet. Dabei unterlegte er als Text anstelle der altkirchlichen Sequenz eine versifizierte Fassung des 51. Psalms. Sowohl Pergolesis Komposition als auch Bachs Bearbeitung (Carus 35.302) sind original mit nur zwei Solo-Vokalstimmen (Sopran und Alt) besetzt, dabei verlangen einige Sätze förmlich nach einer Aufführung mit Chor. Für diese Ausgabe hat Jörn Bartels für Versus 3, 5–7 und 10–15 Chorfassungen erstellt, bei denen er die Männerstimmen auf der Basis des Basso continuo sowie Bachs originaler Violastimme ergänzt hat. Übrigens ist auch Pergolesis Stabat Mater in einer Chorfassung erhältlich (Carus 97.003).

    Schwierigkeitsgrad: 1 2 3 4 5

  • früher zugeschrieben R. Keiser / J.S. Bach (arr.): Markuspassion

    Es gibt wohl kaum ein Werk eines Zeitgenossen, mit dem sich Bach nachweislich so intensiv beschäftigt hat, wie mit dieser Markuspassion. Drei Aufführungen sind bekannt, für die Bach jeweils eine Version mit unterschiedlichen Veränderungen anfertigte. Editionen der ersten (Weimar, Carus 35.304) und der dritten Fassung (Leipzig, Carus 35.502) sind bei Carus erhältlich.

    Schwierigkeitsgrad: 1 2 3 4 5

  • Scarlatti: Johannespassion

    Mit seiner um 1700 entstandenen Johannespassion folgt Scarlatti streng den für die katholische Liturgie seiner Zeit geforderten Notwendigkeiten: Bis auf die 14 extrem knappen vierstimmigen Turbae ausschließlich monodische Rezitation des vollständigen Evangelientextes und an wenigen exponierten Stellen der Einsatz von Streichern. Ein fesselnder Rückgriff auf die “alten Stile”.

    Schwierigkeitsgrad: 1 2 3 4 5

  • Telemann: Lukaspassion

    Von den fünf erhaltenen Lukaspassionen Telemanns zeichnet sich diese von 1744 durch ihre ausdrucksstarken Arien und die dramatischen Turbachöre aus. Eine abendfüllende Passionsvertonung mit mittlerem Schwierigkeitsgrad, die eine Kraft entfaltet, die unmittelbar mitreißt.

    Schwierigkeitsgrad: 1 2 3 4 5

  • Händel: Brockes-Passion

    Das Autograph von Händels „Brockes-Passion“, mit der er sich 1716 möglicherweise um das Direktorat an der Hamburger Gänsemarktoper bewarb, ist heute verloren. Hauptquelle der Carus-Edition ist eine Abschrift aus der Feder von Johann Sebastian Bach – ein Dokument einer musikalischen Begegnung zweier Barockgenies, die sich persönlich nie getroffen haben.

    Schwierigkeitsgrad: 1 2 3 4 5

  • Homilius: Passionskantate

    Homilius’ Passionskantate schildert das Passionsgeschehen aus sehr persönlicher Sicht: Der Fokus liegt weniger auf dem Geschehen, sondern vielmehr auf den Gefühlen des Betrachters. Diese Erzählweise spiegelt sich in einem sehr dramatisch geprägten Rezitativstil wider, der einen reizvollen Kontrast zum expressiven Chorstil und den stark melodiegeprägten Arien darstellt.

    Schwierigkeitsgrad: 1 2 3 4 5

  • Salieri: La Passione di nostro Signore Gesù Cristo

    Salieris der italienischen Opera seria nahestehende Passion auf einen Text des berühmten Dichters Metastasio scheint jenem besonders gefallen zu haben. In einem Brief an den erst 26-jährigen Komponisten konstatierte er, es sei „die ausdrucksvollste Musik von allen, die auf dieses Gedicht geschrieben wurde.“ – ein großes Kompliment für den jungen Komponisten!

    Schwierigkeitsgrad: 1 2 3 4 5

  • Mozart: Grabmusik

    Die Grabmusik entstand wohl für die Karwoche 1767 für die Anbetung des Heiligen Grabes am Karfreitag. Die Carus-Edition enthält im Schlusssatz zwei originale Hornstimmen, die zuvor noch nie im Druck erschienen sind. So besteht die Möglichkeit, die Grabmusik in Mozarts Instrumentation aufzuführen.

    Schwierigkeitsgrad: 1 2 3 4 5

  • Mendelssohn Bartholdy: Christus

    Mendelssohns unvollendet gebliebenes drittes Oratorium, ­bestehend aus zwei Fragmenten, ist bei Carus in der ersten kritischen Ausgabe überhaupt verlegt. Der erste Teil, „Die Geburt Christi“, konzentriert sich auf einen vierteiligen Chorsatz, der durch zwei kurze solistisch besetzte Teile eingeleitet wird. Der zweite Teil, „Das Leiden Christi“, führt mitten ins Passionsgeschehen: Es behandelt die Szene „Jesus vor Pilatus“ in raschem, dramatischem Wechsel von Evangelistenrezitativen und Volkschören. Ein betrachtender Chorsatz bildet den Abschluss. Das Aufführungsmaterial ist für beide Teile separat erhältlich.

    Schwierigkeitsgrad: 1 2 3 4 5

  • Matsushita: Ubi caritas

    Für den bewegenden Moment der Liturgie an Gründonnerstag, wenn der Priester mehreren Menschen symbolisch die Füße wäscht und damit an die fürsorgliche, liebevolle Geste Christi beim letzten Abendmahl erinnert, hat die christliche Kirche mit der Antiphon „Ubi caritas“ einen besonders innigen, versöhnlichen Text vorgesehen. Matsushita stellt seine Komposition ganz bescheiden in den Dienst dieses Momentes und schreibt eine klangschöne, ebenso reizvolle wie sängerisch dankbare Motette.

    Schwierigkeitsgrad: 1 2 3 4 5

  • Pergolesi / Nicolai, Ritter von Seyfried, Eybler (arr.): Stabat Mater

    Pergolesis Stabat Mater, seine letzte größere Komposition aus dem Jahr 1736, wurde sofort nach dem Tod des Komponisten zu einem der populärsten Sakralwerke der spätbarock-frühklassischen Zeit. Von mittlerer Schwierigkeit bietet die Wiener Version allen entdeckungsfreudigen Chören eine Repertoirebereicherung mit Seltenheitswert.

    Schwierigkeitsgrad: 1 2 3 4 5

  • Haydn: Stabat Mater

    Das 1767 entstandene Stabat Mater war Haydns erstes Kirchen­werk, das er nach seinem Dienstantritt bei Fürst Esterházy in Eisenstadt komponierte. Es verbreitete sich schon bald nach seiner Entstehung in zahlreichen Abschriften und begründete Haydns Ruf als führender Vokalkomponist seiner Zeit.

    Schwierigkeitsgrad: 1 2 3 4 5

  • Rossini: Stabat Mater

    Rossinis Stabat Mater zählt zu einem der Höhepunkte der ­Gattung. In 10 Nummern sind unterschiedliche Formen wie Arie, Duett, Quartett und Chor, opernhaft ariose Schreibweise und strenger A-cappella-Stil vereinigt. Dank der Bearbeitung für Kammerorchester (Carus 70.089/50) ist es möglich, das Werk auch in kleinerem Rahmen aufzuführen.

    Schwierigkeitsgrad: 1 2 3 4 5

  • Verdi: Stabat Mater

    Es ist Giuseppe Verdis letztes Werk. Der Komponist vollendete es 1897 mit 84 Jahren. Ein Jahr später erschien das Stabat Mater zusammen mit dem etwas älteren Te Deum als Teil der Sammlung Quattro pezzi sacri (Carus 27.500) im Druck. Bei Carus ist auch ein Arrangement für Chor & Orgel erhältlich (Carus 27.294/45).

    Schwierigkeitsgrad: 1 2 3 4 5

  • Rheinberger: Stabat Mater in g

    Es ist eines seiner persönlichsten Werke: Rheinberger schrieb das Stabat Mater im Sommer 1884 aus Dankbarkeit für die Besserung eines Handleidens, an dem er mehr als 10 Jahren gelitten hatte. Feinsinnig gelingt es ihm, die Atmosphäre von Leid und Schmerz im Anblick des Kreuzes mit raffinierten harmonischen Wendungen immer wieder in Hoffnung und Erlösung zu verwandeln. Das Werk kann von der Orgel allein begleitet werden, fakultativ können 5 Streichinstrumente hinzutreten.

    Schwierigkeitsgrad: 1 2 3 4 5

  • J.S. Bach: Osteroratorium

    Zum 1. April 1725 komponierte Bach sein Osteroratorium, für das er musikalisch u.a. auf die kurz zuvor entstandene Osterkantate Kommt, gehet und eilt BWV 249.3 zurückgriff. Danach hat Bach das Werk noch wenigstens dreimal an einem Ostersonntag zu Gehör gebracht und dabei stets erneut an der Komposition gefeilt. Carus bietet die letzte Fassung, eine Aufführung der ­älteren Werkfassung ist durch die Anhänge möglich.

    Schwierigkeitsgrad: 1 2 3 4 5

  • J.S. Bach: Christ lag in Todes Banden

    Die Entstehungsgeschichte dieser Kantate stellt die Forschung noch immer vor Rätsel – liegt die Keimzelle des Werks in Bachs Mühlhausener Zeit? Und wann gab es eine Leipziger Aufführung? Egal. Aufgrund des zeitlosen Textes und der kraftvollen Musik gehört diese Osterkantate heute zu den beliebtesten Vokalwerken Bachs. Zu Recht!

    Schwierigkeitsgrad: 1 2 3 4 5

  • Rheinberger: Osterhymne

    Die Osterhymne kombiniert zwei verschiedene Texte: die ­Sequenz „Victimae paschali“ und das Offertorium am Ostersonntag „Terra tremuit“. Die Neue Zeitschrift für Musik war 1884 voll des Lobs über die „tief innige Konzeption der musikalischen Gedanken“ sowie „die Meisterschaft in der Polyphonie“ und hob besonders den wirkungsvollen Kontrast zwischen dem lyrischen „Dic nobis Maria“ und dem „markerschütternden ­Einsatz“ des „Terra tremuit“ hervor.

    Schwierigkeitsgrad: 1 2 3 4 5

  • Høybye: Hope. Easter music

    Ein Werk in mittlerem Schwierigkeitsgrad, sehr geeignet für einen guten Laienchor. Die Mischung aus schönem klassischen Chorklang und rhythmischer Intensität in jazzinspirierten Phrasen ist „typisch Høybye“. Jeder der acht Sätze hat seinen eigenen Charakter. Dennoch ist das Werk ein zusammenhängendes Ganzes, basierend auf einem exzellenten Text von Edward Broadbridge.

    Schwierigkeitsgrad: 1 2 3 4 5