La Passione di nostro Signore Gesù Cristo
1776
Pietro Metastasios Libretto zu La Passione di nostro Signore Gesù Cristo von 1730 ist ein Prototyp des italienisch-sprachigen katholischen Oratoriums im 18. Jahrhundert. Der der Wortlaut der Bibel ist vollständig in freie Poesie umgeformt. Ursprünglich schrieb Metastasio den Text für Antonio Caldara, anschließend wurde er aber viele Male in Musik gesetzt.
Salieris der italienischen Opera seria nahestehende Vertonung scheint dem berühmten Dichter besonders gefallen zu haben. In einem Brief an den erst 26-jährigen Komponisten konstatierte er, es sei „die ausdrucksvollste Musik von allen, die auf dieses Gedicht geschrieben wurde.“ – ein großes Kompliment!
Salieri schrieb das Werk 1776 für ein Konzert der „Musicalischen Societät der freyen Tonkunst der Witwen und Waisen“. Diese Gesellschaft war eine Art Pensions- und Versicherungsverein und gleichzeitig die erste öffentliche Konzertgesellschaft in Wien, zudem die einzige musikalische Institution, die sich vor allem dem Oratorium widmete. Die Konzerte fanden im Advent und in der Fastenzeit im Burgtheater statt.
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Komponist*in
Antonio Salieri
| 1750-1825Antonio Salieri (1750-1825) war ein italienischer Komponist der Klassik. Florian Leopold Gassman lud Salieri 1766 ein, nach Wien zu kommen. Diesem Angebot kam Salieri nach und verließ die Stadt, ausgenommen von Reisen, bis zu seinem Lebensende nicht wieder. Er komponierte in allen damals gebräuchlichen Gattungen und war zu seiner Zeit sehr erfolgreich, besonders seine Opern waren in Wien sehr beliebt. Zu seinen Werken gehören aber auch viele geistliche Chorwerke, wie Oratorien, Kantaten, Messen und Requien.
Im vergangenen Jahrhundert erlangte Salieri Bekanntheit durch die Darstellung seiner Person in dem Film Amadeus (1984). Darin wird die vermutete Rivalität zwischen ihm und Mozart dargestellt. Auch wenn die im Film dargestellte Version höchstwahrscheinlich kaum mit der historischen Vorlage übereinstimmt, wurde das öffentliiche Bild von Salieri stark davon beeinflusst. Der Film sorgte aber auch dafür, dass sich das, größtenteils ungespielte Werk Salieris heute wieder mehr Beachtung findet.
zur Person
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Herausgeber*in
Rudolf Kelber
| 1948
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Textdichter*in
Pietro Metastasio
| 1698-1782