Christmas Vesper
RMWV 7, 1963
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Compositeur
Rudolf Mauersberger
| 1889-1971
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Éditeur
Matthias Herrmann
| 1955
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Traducteur
Robert Scandrett
| 1925-2014
Critiques
Rudolf Mauersberger: „Christvesper” nach Worten der Bibel und Gesangbücher (1963)
Rudolf Mauersberger: „Christvesper” nach Worten der Bibel und Gesangbücher (1963)
In der Absicht, dem Dresdner Kreuzchor nach der kriegsbedingten Zerstörung des Notenarchivs wieder Aufführungsmaterial zukommen zu lassen, schrieb Mauersberger, der zu Unrecht heute fast nur noch dank seiner Motette „Wie liegt die Stadt so wüst” den Weg ins zeitgenössische Chorrepertorie gefunden hat, die aufwendig besetzte Christvesper, die er vier Jahre lang immer wieder veränderte, anpasste und umarbeitete, ein letztes Mal 1963 durch Einfügen der „Turmgesänge”.
Mauersbergers Intention war es, ein Werk zu schreiben, das den gesamten Kirchenraum einbezieht (Altarchor SA, Fernchor TB und Quempassänger SA), sowie alle singenden Gruppen einer Pfarrei (seiner damaligen Dresdner Kreuzkirchengemeinde), inklusive der singenden Gemeinde selbst.
So treten neben Einzelstimmen (ST) ein vierstimmiger Chor, die o. g. „Fernchöre”, die bei heutigen Aufführungen auch eine kleine Schola (oder z. B. der Jugendchor) ausführen kann, acht Holzbläser, acht Blechbläser sowie ein Schlagwerk, tiefe Streicher, Harfe, Laute, Celesta, große und kleine Orgel.
Diese aufwändige Besetzung allein wird wahrscheinlich der einzige Grund sein, warum das Werk auch nach seiner von M. Herrmann excellent betreuten Erstausgabe wahrscheinlich nicht all zu häufig wird realisiert werden können – es sei denn, man retouchiert vor Ort im Sinne Mauersbergers und arbeitet es für seine lokalen Verhältnisse um.
Wie auch immer: Das Werk hätte es auf jeden Fall verdient, in den Kanon der gebräuchlichsten Weihnachtsstücke aufgenommen zu werden! Mauersberger gelingt es nämlich, einen „rundum klingenden Weihnachtsabend” zu realisieren. Der Chor ist nur mittelschwer gesetzt, die Instrumente bilden einen gemäßigt modernen, dicht gewobenen Klangteppich dazu, der sich in zahlreiche warme Einzelfarben aufgliedert.
Die im Raum verteilten Einzelsänger (die auch die Tradition des Quempas–Singens aufgreifen) realisieren innerhalb des dreiteiligen Werkes mit der anwesenden Gemeinde fast alle bekannten Weihnachtslieder.
Quelle: Musica Sacra 1/2004