Eberlin / Richter: Barocke Festmusiken
Sommaire
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L'auteur de l'avant-propos
Jochen Reutter
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Ensemble
St. Thomas-Chorschule Wettenhausen
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Ensemble
Camerata vocale Günzburg
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Ensemble
Johann Christian Bach-Akademie Köln
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Chef d'orchestre
Jürgen Rettenmaier
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Solist - soprano
Monika Meier-Schmid
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Solist - soprano
Margrét Bóasdóttir
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Solist - alto
Martina Koppelstetter
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Solist - alto
Beate Echtler-Kaller
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Solist - ténor
Bernhard Hirtreiter
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Solist - ténor
Stephan Rügamer
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Solist - basse
Ulrich Wand
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Solist - basse
Thomas Günzler
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Solist - orgue
Anton Spengler
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Solist - violon
Ingeborg Scheerer
Critiques
Barocke Festmusiken
Barocke Festmusiken
Johann Ernst Eberlin, Enkelschüler von Muffat und Lehrer von Leopold Mozart, war Organist und Kapellmeister am Salzburger Dom zur Zeit der Wende vom Barock zum Rokoko. Harmonisch seiner Zeit verhaftet, greift er formal auf die venezianische Mehrchörigkeit des 17. Jahrhunderts zurück; der Wettstreit zwischen den beiden Chören und Orchestern, der gerade an den Salzburger Vierungsemporen ein gewaltiges Erlebnis dargestellt haben muss, ging ja als „Konzertieren” in unseren musikalischen Sprachgebrauch ein. Eberlin schaffte die Gratwanderung zwischen transparenter Kontrapunktik (seinem Klangideal) und der Entfaltung der Klanglichkeit von Doppelchor und -orchester (Cum Sancto Spiritu) mit Bravour. Entsprechend dieser Sicht stellt sich auch die vorliegende Interpretation dar. Prachtvolle Klangentwicklung, deutliche Formgestaltung und das Bewusstsein um spätbarocke Musizierpraxis prägen Chor, Solisten und Orchester.
Franz Xaver Richter (1709–1789) aus Mähren wirkte u. a. in Kempten, Mannheim und Straßburg. In Kempten, von wo er erstmals überregionale Bedeutung erlangte, oblag ihm die Direktion der fürstäbtlichen Kapelle. Das hier aufgenommene Te Deum entstand 1741/42 und ist im wesentlichen mit Händels Dettinger Te Deum vergleichbar; bemerkenswert hier die Aufteilung der Sätze auf 8 Chöre; 1 Arie, 1 Duett, 1 Terzett und 1 Soloquartett. Eine kantable und äußerst musikantische Tonsprache machen das Werk zu einem attraktiven Hörerlebnis, die Musiker versuchen wirklich, den Geist dieser zwischen prachtvoll und unbeschwert-tänzerisch schwebenden Musik nachzuvollziehen. Die hervorragenden Solisten verstärken diesen positiven Eindruck.
Quelle: Singende Kirche 3/1996, S. 200