Gerhard Linde: Vier Melodramen - Partition | Carus-Verlag

Gerhard Linde Vier Melodramen

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The four melodramas can be performed either as a suite or individually. The recorder ensemble may be employed solitically or as a group. It would be interesting to perform them by alternating ensemble / solo scoring (e.g., by assigning high and more difficult parts to soloists and lower, simpler parts to the tutti ensemble). In addition, it is also possible to combine my compositions with other pieces scored for an ensemble of any size (that is, through the use of older or newer interludes or through improvisations). These melodramas were composed for the Schola Cantorum Basiliensis as part of a larger commission. They were first performed in Basel on 9.9.99 as “Musik für ein Blockflötenfest” (Music for a Recorder Festival). (Basel, February 2005, Hans-Martin Linde)
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Partition Carus 11.132/00, ISMN 979-0-007-07613-9 16 Pages, DIN A4, cartonné
disponible
8,00 € / pièce
Jeu de parties séparées, partitions d‘exécution Carus 11.132/09, ISMN 979-0-007-19142-9 72 Pages, 23 x 32 cm, sans couverture
disponible
32,00 € / pièce

Critiques

In der Flut der Neuerscheinungen gibt es gelegentlich „Leuchttürme”, die durch ihre Originalität herausragen. Linde hat hier wieder einmal Neuland beschritten, denn Stücke für Blockflötenensemble mit zusätzlichem Sprecher/Sprecherin als spannende Melodramen gab's noch nicht. Ursprünglich als Teil einer Auftragskomposition der Schola Cantorum Basiliensis für ein „Blockflötenfest” mit Jugendlichen geschrieben, sind die vier Stücke wegen des hohen Anspruchs der Texte und der farbigen Partitur auch für die vielen Ensembles mit Erwachsenen sehr interessant. Es findet sich dabei eine „Wintermusik” nach einer Fabel von Goethe „Ein großer Teich war zugefroren”, der „Frühlingsbeginn” von Ernst Jandl „...weißen ich schneen...”, ein uralter Rätselspruch aus dem 11. Jh. „Flog Vogel federlos” und schließlich das Scherzlied von Wilhelm Busch „Es sitzt ein Vogel auf dem Leim”. Goethe und Rätselspruch sollen rhythmisch genau zur Musik skandiert werden, während Jandl und W. Busch melodramatisch freier zu gestalten sind. Die Stücke können solistisch oder chorisch musiziert werden. Linde schlägt als reizvolle Möglichkeit auch eine gemischte Spielweise vor: die einfacheren und tiefen Stimmen chorisch und die hohen und schwierigeren solistisch. Für größere Ensembles mit ihren oft ganz unterschiedlich befähigten Mitgliedern und verschiedenen Besetzungen ein sehr dankbares Feld, bestens unterstützt durch die aufwendigen Spielpartituren, die den Wechsel der Stimmen und Spieler ohne Notengeblätter zulassen. Die verlegerische Ausstattung lässt auch sonst keine Wünsche offen und ist wie immer bei Carus auf Dauer angelegt.

Siegfried Busch
Quelle: Windkanal

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