Requiem en si bémol mineur
op. 60, 1867
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Compositeur
Josef Gabriel Rheinberger
| 1839-1901Josef Gabriel Rheinberger, né en 1839 à Vaduz, mort en 1901 à Munich. Élève de J.G. Herzog, J.J. Maier et Fr. Lachner. Considéré comme l'une des personnalités les plus importantes de l'enseignement du 19e siècle ; a travaillé à partir de 1859 comme professeur à l'école royale de musique de Munich, puis comme professeur de composition et d'orgue ; maître de chapelle de la cour en 1877. De son vaste opus se distinguent les 20 sonates pour orgue ; outre ses œuvres de musique de chambre, ses œuvres chorales sacrées et profanes sont également précieuses. Plus d'information sur la personne
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Éditeur
Wolfgang Hochstein
| 1950
Critiques
J
J. G. Rheinberger, Requiem
Das Requiem op. 60 ist Rheinbergers erste groß angelegte Arbeit eines geistlichen Werkes und wird als Beginn seines „eigentlichen kirchenmusikalischen Schaffens” betrachtet. Nach einigen Umarbeitungen hat Rheinberger sein „Requiem” im Dezember 1870 mit dem Münchener Oratorienverein uraufgeführt. Der Chor hat in dieser Komposition die gewichtigste Rolle, die Solisten bleiben etwas im Hintergrund, es ergeben sich aber durch überwiegende Ensembleaufgaben der Solisten reizvolle Gegenüberstellungen von Chor und Solisten, nach Art der Doppelchörigkeit. Das Orchester ist groß besetzt, mit jeweils zwei Flöten, Oboen, Klarinetten und Fagotten, drei Hörnern, drei Posaunen und Tuba, Pauken sowie den Streichern. Rheinbergers liedhafte Melodiebildung und seine aparte Instrumentation ist auch in diesem Werk zu bewundern, doch ebenso werden dramatische und pathetische Höhepunkte mit der Aufbietung aller Mittel gesetzt. Für Konzert- und Oratorienaufführungen eine lohnende Aufgabe. Die Ausgabe des Carus-Verlages ist vorbildlich; auch an dem ausführlichen, dreisprachigen, und für die Entstehungsgeschichte des Werkes hochinteressanten Vorwortes des Herausgebers Wolfgang Hochstein, wurden weder Kosten noch Mühen gescheut.
Quelle: Musica Sacra 6/1992, S. 525f.