None among us lives for his own sake
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Compositeur
Johann Valentin Meder
| 1649-1719Il a commencé des études de théologie à Leipzig, mais les a interrompues prématurément. Il passa ensuite sa vie en tant que musicien dans de nombreux endroits. Son parcours l'a conduit entre autres à Danzig, Königsberg, Hambourg, Copenhague et finalement Riga, où il est resté jusqu'à sa mort en 1701 en tant qu'organiste de la cathédrale. Son œuvre qui nous est parvenue comprend aussi bien des opéras que des œuvres chorales sacrées. Plus d'information sur la personne
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Éditeur
Wolfgang Horn
| 1956-2019
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Basse continue réalisée
Wolfgang Horn
| 1956-2019
Critiques
Meder, Johann Valentin: Unser keiner lebt ihm selber
Meder, Johann Valentin: Unser keiner lebt ihm selber
Johann Valentin Meder ist ein heute kaum bekannter Komponist, von dem leider nur sehr wenige Werke überliefert sind. Wer Meders „Matthäus-Passion” kennt, die Basil Smallman 1985 im Möseler-Verlag herausgegeben hat, darf zu Recht gespannt sein auf die „Motette” für Sopran, Chor und Instrumente „Unser keiner lebt ihm selber”.
Johann Valentjn Meder (1649 -1719) stammte aus dem fränkisch-thüringischen Raum, wirkte nach mehreren Zwischenstationen als Kantor in Reval, als Kapellmeister an St. Marien in Danzig und zuletzt am Dom in Riga. Meder muss ein guter Komponist gewesen sein, denn das vorliegende Werk ist von herausragender Qualität, wenn man etwa andere barocke Komponisten um 1700 (Buxtehude, Tunder, Pachelbel ) zum Vergleich heranzieht. Auch Johann Mattheson widmete in seiner „Grundlage einer Ehrenpforte”, Hamburg 1740, Meder einen längeren Artikel und schrieb sehr anerkennend über Meders Kompositionen. Meder muss auch äußerst vielseitig begabt gewesen sein, schrieb er doch außer einer Vielzahl kirchenmusikalischer Werke (Messen, Passionen, Magnificats, Concertierende Motetten) auch Opern, ein Singspiel, Ballette und instrumentale Kammermusikwerke. Die vorliegende „Motette” fällt schon durch eine äußerst klare Struktur auf: Dreimal stehen ein instrumentales Lamento und eine lebendige Chorfuge einander gegenüber, wobei die 3. Fuge („Amen”) der 1. Fuge entspricht. Die Solostimme ist jeweils dem lamento mit dem typischen Bogenvibrato zugeordnet. Stilistisch-harmonisch könnten die hochexpressiven Lamentos eines Heinrich oder Johann Christoph Bach Meder beeinflusst haben. Die knappen Chorfugen sind dankbare Stücke, fordern den Sängern jedoch einiges an Beweglichkeit ab. Das Instrumental-Ensemble besteht aus Violino, Viola da Gamba I/II, Violoncello, Orgel, wobei die Gamben auch durch Violino II und Viola ersetzt werden könnten.
Alles in allem ein lohnendes Werk, das sich durch seine Qualität wohltuend abhebt aus dem scheinbar unerschöpflichen Vorrat der barocken Kirchenmusik.
Manfred Kamp
Quelle: Württembergische Blätter für Kirchenmusik 2/93, S. 71