Messen von Wolfgang Amadeus Mozart

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Dass Mozart auch in der Kirchenmusik ein ausgewiesener Praktiker war, zeigt die bis heute unverändert andauernde große Beliebtheit seiner Messen, in denen kompositorische Qualität und Klangschönheit, gute liturgische Verwendbarkeit, Zurücknahme der vokalen Ansprüche und Beschränkungen der instrumentalen Besetzung eine in dieser Weise selten anzutreffende Verbindung eingehen. Aufgrund ihrer Vielgestaltigkeit bieten sie Chören mit unterschiedlichem Leistungsvermögen ein dankbares Repertoire. 14 der insgesamt 16 in Salzburg entstandenen Messen gehören zum Typus der „Missa brevis“ und überschreiten die dort geforderte Aufführungsdauer von 25 Minuten nicht, sechs davon sind nur mit dem „Wiener Kirchentrio“ (2 Violinen und Basso continuo) besetzt, wie die Pastoralmesse KV 140, bei den anderen ist die Bläserbesetzung in unterschiedlicher Weise erweitert (bspw. in der Krönungsmesse KV 317). In Bezug auf seine Dimensionen und Besetzungsanforderungen steht diesen Messen der in Wien 1783 entstandene Torso der c-Moll-Messe gegenüber. Alle geistlichen Werke Mozarts sind bei Carus in kritischen Neuausgaben erschienen.