Gioachino Rossini: Petite Messe solennelle

Gioachino Rossini

Petite Messe solennelle

1863

Description

Next to the Stabat Mater, the Petite Messe solennelle of 1863 is Rossini’s second extensive sacred composition. Ostensibly, the work was an occasional piece, written for the dedication of a private chapel for the once well-to-do Parisian nobility. This explains the reduced instrumental accompaniment for two pianos and harmonium. Of course this instrumental garb, reminiscent of decent, elevated salon music, produces an unmistakable timbre which through its typical Rossini rhythm obtains an additional flair.

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full score

40.650/00
184 pages, DIN A4, paperback
EUR48,00 / copies
available

vocal score

40.650/03
132 pages, 19 x 27 cm, paperback
EUR15,80 / copies
available

vocal score, XL in large print

40.650/04
132 pages, DIN A4, paperback
EUR21,50 / copies
available

choral score

40.650/05
32 pages, DIN A4, without cover
EUR8,50 / copies
available
Available from 20 copies
from 20 copies 8,50 EUR
from 40 copies 7,65 EUR
from 60 copies 6,80 EUR

study score

40.650/07
184 pages, DIN A5, paperback
EUR22,00 / copies
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set of parts, complete orchestral parts

40.650/19
DIN A4, without cover
EUR53,00 / copies
available
  • consisting of
    1 x vocal score (40.650/03)
    each: 15,80 €
    2 x individual part, pianoforte 2 + harmonium (40.650/49)
    each: 23,50 €

Product information

Editor

Klaus Döge Personal details

Composer

Gioachino Rossini Personal details

Reviews

Rossini. Gioacchino: Petite Messe solennelle

Ein Besetzungs-Glücksfall der Chorliteratur, diese „Kleine feierliche Messe“, die nur einen Fehler hat: das so wenig werbewirksame Wort „klein“ im Titel, weshalb es manchmal verschämt unterschlagen wird; und wer es tut, fühlt sich eigentlich im Recht, denn die Messe dauert etwa eineinhalb Stunden, und „klein“ nennt sie nur die ironische Bescheidenheit des einundsiebzigjährigen Komponisten. Der Glücksfall also: ein abendfüllendes Werk dankbar für Solisten und Chor – und das „Orchester“ besteht in der Originalfassung aus zwei Klavieren und Harmonium! Es gibt andere oratorische Werke in Fassungen für Orchester und nur mit Klavier oder Orgel (Brahms-Requiem, französische Werke), bei denen die Klavierfassung die „Sparfassung“, also eher der Notbehelf ist. Hier aber bei Rossini ist sie nicht nur chronologisch die frühere, sondern auch eindeutig die bessere: der Leichtfüßigkeit, Durchsichtigkeit, Eleganz wird der Klavierklang viel besser gerecht als die spätere aufgeplusterte Orchesterfassung mit tatsächlich schwerem Blech (4 Trompeten!) und 2 Harfen. Das zweite Klavier hat nur an zwei kurzen Stellen selbständige Führungen, sonst ist es als Tutti-Verstärkung eingesetzt. Das Harmonium gibt eine unverzichtbare aparte Farbe. Damit es neben einem Flügel bestehen kann, bräuchte man allerdings ein Druckluft-Harmonium, wie es Rossini vorgesehen hat - in Deutschland schwer zu bekommen. Die Ansprüche an die Solisten und vor allem an den Chor sollten nicht unterschätzt werden - verlangt wird Beweglichkeit und Virtuosität, die wohl nur mit einem nicht zu großen Ensemble erreicht werden kann.
Der Carus-Verlag trägt zur weiteren Verbreitung dieses beliebten Werkes mit einer vorbildlichen Ausgabe bei.  Erschienen ist neben der Partitur ein Klavierauszug, eine Chorpartitur und eine eigene Stimme für Klavier II/Harmonium. Hingewiesen sei außerdem noch auf einzeln erschienene Teile: das Kyrie (nur Chor) in einer Einrichtung mit Orgel, „Christe eleison“ (ein vierstimmiger Kanon) und „Sanctus“ für Chor a cappella, sowie die Offertoriums-Fuge (Prelude religieux – „ein meisterwürdiges Stück, zu dem der alte Sebastian beifällig lächeln würde“, meinte schon 1872 ein Kritiker) für Klavier allein bzw. auch für Orgel.

Helmut Wolf
Quelle: Württembergische Blätter für Kirchenmusik 1/93, S. 34