Wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget werden
Kantate zum 17. Sonntag nach Trinitatis BWV 47, 1726
Die Kantate Wer sich selbst erhöhet, der soll erniedriget werden BWV 47 zum 17. Sonntag nach Trinitatis gehört zu einer ganzen Reihe von Kantaten mit obligater Orgel, die überwiegend im Herbst 1726 entstanden. In diesem Fall kommt die obligate Orgel in der ersten Arie zum Zuge; einer Arie nur für Sopran, obligate Orgel und Continuo. Zuvor hat ein großangelegter Eingangschor mit langer instrumentaler Einleitung und einer Chor-Fuge die Kantate eröffnet. Die Fuge arbeitet bildhaft mit einem Thema, das eine Oktave schnörkelhaft nach oben und gradlinig wieder nach unten durchschreitet. Auf die Arie mit obligater Orgel folgen eine Bass-Accompagnato und eine kammermusikakische Bass-Arie (Violine, Oboe, Bc), bevor die Kantate mit einem schlichten Schlusschoral beschlossen wird.
Für eine spätere Aufführung hat Bach die obligate Orgel durch eine Solo-Violine ersetzt; heute erklingt die Kantate meist in dieser Fassung.
Für eine spätere Aufführung hat Bach die obligate Orgel durch eine Solo-Violine ersetzt; heute erklingt die Kantate meist in dieser Fassung.
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Johann Sebastian Bach
| 1685-1750Johann Sebastian Bach zählt zu den bedeutendsten Komponisten der abendländischen Musikgeschichte. Er entstammte einer weit verzweigten Musikerdynastie, die im thüringisch-sächsischem Gebiet zahlreiche Stadtmusiker und Organisten hervorbrachte.
Bach vocal
Seit Gründung des Carus-Verlags ist die Edition der Musik von Johann Sebastian Bach für uns ein besonderer Schwerpunkt. Im Reformationsgedenkjahr haben wir das Projekt Bach vocal abgeschlossen. Bachs geistliche Vokalmusik liegt nun vollständig in modernen Urtextausgaben samt Aufführungsmaterial vor. Eine Gesamtedition aller Partituren in einem hochwertigen Schuber ist ebenfalls erhältlich. zur Person
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Herausgeber*in
Michael Märker
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Textdichter*in
Johann Friedrich Helbig
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Übersetzer*in
Henry Drinker
Häufige Fragen zum Werk
Für welche Konstellation ist die transponierte Orgelstimme gedacht?
Bach hat diese Kantate mit konzertierender Orgel für die Orgeln der Leipziger Hauptkirchen konzipiert, die einen Ganzton höher gestimmt waren (ca. a1=466 Hz, der sog. Chorton) als Streicher und Holzbläser (a1=415 Hz, sog. Kammerton). Um diese Differenz auszugleichen, wurde die Orgelstimme einen Ganzton tiefer notiert (f-moll statt g-moll). Noch heute sind viele Barockorgeln hoch gestimmt. Um eine Aufführung in solchen Kirchen zu ermöglichen, bieten wir die transponierte Orgelstimme in f-moll an (31.047/47). Gerade bei einer Kantate mit obligater Orgel bietet sich die Verwendung einer historischen Orgel ja besonders an. Für alle anderen Aufführungssituationen mit einheitlichem Stimmton gibt es die normale, untransponierte Orgelstimme in g-moll (31.047/49).