El Pessebre (Die Krippe)
Bearbeitung für Soli, Chor und Orgel (arr. K. Rothaupt) 1943-45/60
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Komponist*in
Pablo Casals
| 1876-1973Pablo Casals war ein weltberühmter Cellist, Komponist und Dirigent.
Geboren am 29. Dezember 1876 in El Vendrell (Katalonien) erhielt Casals seine erste musikalische Ausbildung von seinem Vater, der selbst Organist war. Mit elf Jahren bekam er seinen ersten Cellounterricht und entwickelte sich rasch zu einem herausragenden Cellisten. Sein Studium absolvierte er am Madrider Konservatorium.
1899 startete er in Paris seine Weltkarriere als Solist der Aufführung des Cellokonzerts von É. Lalo. Es folgten viele weitere Konzerte und Tourneen; unter anderem spielte er vor Queen Victoria. Mit Alfred Cortot und Jacques Thibaud gründete er ein Klaviertrio, das mit großem Erfolg Werke von Beethoven, Schumann und Schubert einspielte. Er war zudem als Dirigent tätig und gründete 1919 das Orquesta Pau Casals in Barcelona. Aufgrund des spanischen Bürgerkrieges ging er 1936 ins Exil nach Frankreich und wanderte später nach Puerto Rico aus, wo er bis zu seinem Tod am 22. Oktober 1973 lebte und wirkte.
Casals setzte sich zeitlebens für Frieden, Demokratie und Freiheit ein. Das zeigt sich auch in seinen musikalischen Werken wie dem Oratorium El Pessebre (Die Krippe), das unter dem Eindruck des spanischen Bürgerkrieges und des 2. Weltkrieges entstand. Er schrieb außerdem kleinere Werke für Orchester, Lieder und Kammermusik. Kollegen wie G. Fauré und A. Schönberg widmeten ihm Kompositionen.
Pablo Casals gilt als bedeutendster Cellist seiner Zeit, revolutionierte die Spieltechnik und gab zahlreiche Meisterkurse. Die heute so populären sechs Suiten für Violoncello solo von J.S. Bach brachte er als erster in die großen Konzertsäle des 20. Jahrhunderts.
zur Person
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Textdichter*in
Joan Alavedra
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Bearbeiter*in
Klaus Rothaupt
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Übersetzer*in
Helga W. Pfeiffer
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Übersetzer*in
Marta Casals Istomin
Rezensionen
... Die Orgelbearbeitung ist hervorragend. ... Gewohnt hohes Carus-Niveau bezüglich der Edition.
Musica sacra 5/2011
Die Chorpartien sind weder umfangreich noch übermäßig schwer, für ein zweistündiges Oratorium fast unterrepräsentiert. Verständlich daher, dass der Carus-Verlag in der Chorpartitur auch die Solistentexte abdruckt, dies sogar in drei Sprachen (katalanisch, englisch, deutsch): Das erhöht die Verständlichkeit für die Chorsänger und füllt die ansonsten etwas dünne Chorpartitur.
Gabriel Dessauer, Musik & Kirche, September/Oktober 2001