Felix Mendelssohn Bartholdy: Orgelsonaten op. 65 (Johannsen)

Beschreibung

Mit Mendelssohns Sechs Sonaten für die Orgel op. 65 beginnt eine neue Epoche der Orgelmusik. Ihre Vorbildfunktion haben sie fast über ein Jahrhundert bewahrt, fortwirkend über Josef G. Rheinberger und Max Reger bis zu Paul Hindemith.

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Solist - Orgel

Kay Johannsen zur Person

Rezensionen

Mendelssohn: Sonaten für Orgel mit Kay Johannsen

Seit Johann Sebastian Bach lag die Gattung brach, Mozart, Beethoven und Haydn hatten anderes zu tun, so kam die Aufgabe 1844 auf dem kleinen Dienstweg zu Felix Mendelssohn Bartholdy. Der wurde von einem englischen Verleger um drei "Voluntaries for Organ" gebeten. Mendelssohn begann zu basteln und zu schreiben, bis er fand, dass das Material für mindestens sechs Sonaten reichte.
Es sind Königswerke, herrlich inspiriert, formal überwältigend und vielseitig, bisweilen von Chorälen durchdrungen wie von Intarsien. Kay Johannsen, derzeit einer der führenden deutschen Orgelmeister, hat diese sechs Sonaten nun an der neuen Rensch-Orgel in St. Adalbero zu Würzburg aufgenommen, deren Disposition herrlich altdeutschtümelnd daherkommt (etwa mit den Registern Wienerflöte, Harmonia aetherea, Amorosa, Majorbaß) und entsprechend wundertätig klingt. Gleich ob's brummen oder flüstern soll: In St. Adalbero klingt alles gleich herrlich. Johannsen spielt höchst kompetent und ohne den Hochmut des Virtuosen, der dieser Musik mal zeigen will, was organistische Brillanz leisten kann. Die momentan schönste Aufnahme.

Wolfram Goertz
Quelle: Rheinische Post, 5. Februar 2005

 

[...] Kay Johannsen, international reputierter Organist und Kantor der Stuttgarter Stiftskirche, kennt diese Untiefen und sucht sie durch die Wahl eines Instrumentes zu entschärfen, das durch die Mischung einer (süd-)deutsch-klassisch angehauchten Klangsprache mit derjenigen Cavaillé-Colls ein recht eigenes Kolorit enfaltet. Orgelbau Rensch, Lauffen, baute 1995 in den streng neoromanischen Raum von St. Adalbero in Würzburg-Sanderau (1894-1899) ein repräsentatives Instrument (III/52), das Johannsen für Mendelssohn klanglich glänzend zu nutzen weiß. Auch die Aufnahmetechnik macht hier vorteilhaft auf sich aufmerksam, da sie das Instrument in seinem Raum unverfärbt und mit schöner Räumlichkeit einfängt. Schnitt und Aufnahmeleitung des Tonmeisters Wolfgang Mittermaier verdienen dabei nicht weniger positive Erwähnung. Dazu sei angemerkt, das es Mittermaier war, der im Jahre 2000 für eine Aufnahme den Goldenen Bobby des Verbandes Deutscher Tonmeister erhielt, den das Booklet der Mendelssohn-Aufnahme aber Johannsen zuspricht. [...]
Wenn andererseits zwei Musiker so zusammenarbeiten wie im vorliegenden Falle, jeweils wissen, was sie tun, gebührt ein solcher Preis vielleicht doch beiden, selbst wenn er eigentlich dem Tonmeister galt. In die Zusammenarbeit beider greift seinerseits Hans Musch, Freiburg, ein, der als pädagogischer Mentor einer ganzen Organistengeneration einen reizvoll kompetenten Booklet-Text besteuerte, der instruktive Seitenblicke auf andere Genres der romantischen Musikliteratur nicht scheut. [...]

Quelle: Thomas Melidor, Klassik-heute, com, 27.01.2005

 

[...]Organist Kay Johannsen plays the organ at St. Adalbero Würzburg, a substantial and richly, colorfully voiced three-manual instrument that he uses to satisfying effect across its range of stops--the reeds, mixtures, and flutes are especially vibrant--and it's recorded with as much clarity of detail as we have reason to expect from large church acoustics. Johannsen's technical mastery and formidable accomplishment on the organ--he's performed the complete works of Bach (in 1997), is equally well-versed in 19th and 20th century repertoire, and regularly presents world-premieres of modern works--is evident throughout this recital, and his imaginative registrations, which never obscure the principal thematic interest, keep you listening. Organ enthusiasts will want this; others who may want to investigate the connecting thread and progression of organ writing from Bach to Brahms, Liszt, and Reger should begin here.
9/9 rating

David Vernier
Quelle: ClassicsToday.com, 2004

 

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