Die zeitgenössische Kritik sah in Rheinbergers 1864 entstandenem Stabat Mater op. 16 „eines der schönsten Werke, welches die neuere Zeit in dieser Richtung aufzuweisen hat. Ausgezeichnet durch breite Anlage und edle Klangwirkung reicht es in seiner reichen Polyphonie an die Meisterwerke der altitalienischen Schule.“ In seinen expressiven Chorsätzen verbinden sich klangvolle homophone Passagen mit streng polyphon gearbeiteten Teilen. Von innigem Ausdruck sind die liedhaft gehaltenen Solostücke. Das ohne Flöten und Trompeten besetzte Orchester verleiht dem Werk seine charakteristische Klangfärbung.
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Josef Gabriel Rheinberger
| 1839-1901Josef Gabriel Rheinberger, geb. 1839 in Vaduz, gest. 1901 in München. Schüler von J.G. Herzog, J.J. Maier und Fr. Lachner. Gilt als einer der bedeutendsten Lehrerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts; wirkte ab 1859 als Lehrer an der Königlichen Musikschule in München, später als Professor für Komposition und Orgel; 1877 Hofkapellmeister. Aus seinem umfangreichen Opus ragen die 20 Orgelsonaten hervor; wertvoll sind neben den Kammermusikwerken auch seine geistlichen und weltlichen Chorwerke. zur Person