Te Deum
für die Kaiserin Marie Therese Hob. XXIIIc:2
Zweimal hat Joseph Haydn im Laufe seines Lebens den Ambrosianischen Lobgesang vertont. Das Te Deum für Kaiserin Marie Therese entstand um 1800 und fällt damit in seine späte Schaffensphase. Die große Besetzung des Orchesters gibt dem Werk, im dem auf Solist*innen verzichtet wird, einen besonders prächtigen Klang, wie er aus den Chören von Haydns Schöpfung bekannt ist.
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Joseph Haydn
| 1732-1809Als Kapellmeister des Fürsten Esterházy schuf Haydn neben zahlreicher Instrumentalmusik und verschiedenen Opern auch gewichtige Beiträge zur Kirchenmusik, u.a. die vierzehn lateinischen Messen, von denen allerdings nur zwölf authentisch bzw. vollendet sind; dazu Motetten und Offertorien, zwei gewichtige Te Deum-Vertonungen, zwei Salve Regina, ein Stabat Mater sowie die unterschiedlichen Fassungen der Sieben Worte des Erlösers am Kreuze. Die Messen sind, mit Ausnahme der Jahre 1783–1795, zwischen 1749 und 1802 kontinuierlich entstanden und bilden damit die Gattung, mit der sich Haydn am längsten beschäftigt hat. Die bis 1782 komponierten sechs (authentischen bzw. vollständigen) Messen sind stilistisch sehr unterschiedlich, neben kurzen Missae breves stehen auch ausgedehnte Messen mit reicher Orchesterbesetzung; dagegen bilden die sechs, ab 1796 entstandenen sog. späten Messen eine vergleichsweise homogene Gruppe groß besetzter und umfangreicher Werke. Mit seinen beiden großen Oratorien Die Schöpfung (1798) und Die Jahreszeiten (1801) begründet Haydn die Tradition des bürgerlichen deutschen Oratoriums. zur Person