Requiem
op. 60, 1867
Inspiriert von den Requiem-Vertonungen Mozarts und Cherubinis schuf Rheinberger 1865 mit dem Requiem op. 60 sein erstes großes geistliches Werk. Vor der Uraufführung 1870 bearbeitete der es noch einmal neu und widmete es den Toten es deutsch-französischen Krieges. Die Uraufführung war ein großer Erfolg, selbst der Dichter Paul Heyse berichtet, wie ihn das Werk "ergriffen, erbaut und in einem höher und höher anschwellenden Strome von Kraft und Schönheit mitfortgerissen" habe. Das Requiem ist von einer lyrischen, hoffnungsvollen Grundstimmung geprägt und überzeugt durch seine vielfältigen, melodienreichen Chorsätze, die warme Instrumentierung und kunstvolle Polyphonie.
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Josef Gabriel Rheinberger
| 1839-1901Josef Gabriel Rheinberger, geb. 1839 in Vaduz, gest. 1901 in München. Schüler von J.G. Herzog, J.J. Maier und Fr. Lachner. Gilt als einer der bedeutendsten Lehrerpersönlichkeiten des 19. Jahrhunderts; wirkte ab 1859 als Lehrer an der Königlichen Musikschule in München, später als Professor für Komposition und Orgel; 1877 Hofkapellmeister. Aus seinem umfangreichen Opus ragen die 20 Orgelsonaten hervor; wertvoll sind neben den Kammermusikwerken auch seine geistlichen und weltlichen Chorwerke. zur Person
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Herausgeber*in
Wolfgang Hochstein
| 1950