Bearbeitungen fremder Werke

Bearbeitungen fremder Werke durch Johann Sebastian Bach

Johann Sebastian Bach wusste gute Kompositionen fremder Meister zu schätzen, wie zeitgenössische Berichte und ein Blick in die erhaltenen Reste seiner Notenbibliothek belegen. Allerdings hat er es bei Abschriften, die er für sich anfertigte, selten unterlassen, hie und da korrigierend einzugreifen. Für Aufführungen in Leipzig mussten Stücke gelegentlich an die liturgischen Bestimmungen angepasst werden. Manchmal entsprachen auch die Texte oder die Besetzung nicht seinen Vorstellungen. Das beste Beispiel hierfür ist das berühmte Stabat Mater von Giovanni Battista Pergolesi, das Bach für eine Aufführung als protestantische Bußkomposition mit einem deutschen Text und einem reichhaltigeren Orchestersatz versah. Durch die Auswahl der Kompositionen und Bachs Revisionen stellt seine Notenbibliothek ein gleichermaßen wertvolles wie aufschlussreiches Aufführungsrepertoire dar.

„Brockes-Passion“ ist ein stehender Begriff im 18. Jahrhundert. Dahinter verbirgt sich die Passionsdichtung Der für die Sünde der Welt gemarterte und sterbende Jesu, die der Hamburger Patrizier Barthold Heinrich Brockes 1712 verfasste. Die eine...

Dirigierpartitur

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