Joseph Haydn: Missa brevis in F - App / Übehilfe | Carus-Verlag

Joseph Haydn Missa brevis in F

Hob. XXII:1, 1749-50 (?)

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Haydn hat seine erste Messe als Jugendlicher komponiert, als er und sein Bruder noch selbst als Knabensoprane am Stephansdom in Wien sangen. Vermutlich hat er die beiden ausgezierten Solostimmen für sich und seinen Bruder geschrieben. Der Chor fällt effektvoll mit vielen, kurzen Einwürfen in den Jubel der Solo-Soprane ein – hilfreich, wenn man die Solostimmen gut im Ohr hat, um seine Einsatztöne sicher zu finden.

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Es musizieren: Ann Hoyt (soprano 1), Julie Liston (soprano 2), Richard Lippold (basso) – Trinity Choir, Rebel Baroque Orchestra – J. Owen Burdick.

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  • Kyrie (Soli S1, S2, Coro)

    Kyrie eleison,
    Christe eleison.
    Kyrie eleison.

    Gloria (Coro)

    Et in terra pax hominibus bonae voluntatis.
    Laudamus te, benedicimus te, adoramus te, glorificamus te.
    Gratias agimus tibi propter magnam gloriam tuam.
    Domine Deus, Rex coelestis, Deus Pater omnipotens.
    Domine Deus, Agnus Dei, Filius Patris,
    Domine Fili unigenite, Jesu Christe.
    Qui tollis peccata mundi, miserere nobis,
    suscipe deprecationem nostram.
    Qui sedes ad dexteram Patris, miserere nobis.
    Quoniam tu solus Sanctus.
    Tu solus Dominus. Tu solus Altissimus.
    Jesu Christe.
    Cum Sancto Spiritu, in gloria Dei Patris.
    Amen.

    ...

  • Abridged foreword of the Edition Carus 40.601

    Willi Schulze
    Translation: E. D. Echols

    Concerning the mass presented on this record “The Inventory and Estimation of the Artistic Articles Left by Mr Joseph Haydn Who Died on March 31, 1809” (Inventur und Schätzung der hinterlassenen Kunstsachen des am 31. März 1809 verstorbenen Herrn Joseph Haydn) notes “This was, his first mass, composed while Mr Haydn was still a student.” Thirteen more were to follow. Of the total fourteen masses included in the catalogue of Haydn’s works that J. Elßler (together with the composer) compiled, the Missa Sunt bona mixta malis is listed as being lost. H. C. Robbins Landon considers the Missa rorate coeli desuper, that has come down to us anonymously, to be another lost mass by Haydn. The last six of the remaining number were written after Haydn’s return from his second trip to England and were all commissioned for anniversaries of the name’s day of Princess Maria Josepha Hermenegild, that at the wish of Nikolaus II was to be celebrated each year with a “solemn” mass. These six last masses are formally related to Haydn’s earlier type of “missa solemnis” but go far

    ...

  • Gekürztes Vorwort der Ausgabe Carus 40.601

    Willi Schulze

    „Diese war die erste Messe, welche Herr Haydn noch als Student komponierte“, heißt es zur hier herausgegebenen Messe in der Inventur und Schätzung „der hinterlassenen Kunstsachen des am 31. März 1809 verstorbenen Herrn Joseph Haydn“:  Dreizehn weitere sollten folgen. Von den insgesamt vierzehn Messen, die das von J. Elßler in Zusammenarbeit mit Haydn angefertigte Werkeverzeichnis  aufführt, gilt die Missa Sunt bona mixta malis als verschollen. Eine weitere als verloren angesehene glaubt H. C. Robbins Landon in der anonym überlieferten Missa Rorate Coeli desuper entdeckt zu haben. Von den übrigen wurden die letzten sechs nach Haydns Rückkehr von seiner zweiten englischen Reise geschrieben. Sie sind Auftragswerke für die Namensfeste der Fürstin Maria Josepha Hermenegild, die auf Wunsch Nikolaus II. Esterhazy alljährlich mit einer „solennen“ Messe begangen werden sollten. Die sechs letzten Messen Haydns knüpfen in der Form an den Typ der Missa solemnis seiner frühen Werke an, führen aber in Ausdruck und Gehalt weit über sie hinaus. Entstanden nach dem

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Zusatzinformationen zum Werk
  • Als Kapellmeister des Fürsten Esterházy schuf Haydn neben zahlreicher Instrumentalmusik und verschiedenen Opern auch gewichtige Beiträge zur Kirchenmusik, u.a. die vierzehn lateinischen Messen, von denen allerdings nur zwölf authentisch bzw. vollendet sind; dazu Motetten und Offertorien, zwei gewichtige Te Deum-Vertonungen, zwei Salve Regina, ein Stabat Mater sowie die unterschiedlichen Fassungen der Sieben Worte des Erlösers am Kreuze.  Die Messen sind, mit Ausnahme der Jahre 1783–1795, zwischen 1749 und 1802 kontinuierlich entstanden und bilden damit die Gattung, mit der sich Haydn am längsten beschäftigt hat. Die bis 1782 komponierten sechs (authentischen bzw. vollständigen) Messen sind stilistisch sehr unterschiedlich, neben kurzen Missae breves stehen auch ausgedehnte Messen mit reicher Orchesterbesetzung; dagegen bilden die sechs, ab 1796 entstandenen sog. späten Messen eine vergleichsweise homogene Gruppe groß besetzter und umfangreicher Werke. Mit seinen beiden großen Oratorien Die Schöpfung (1798) und Die Jahreszeiten (1801) begründet Haydn die Tradition des bürgerlichen deutschen Oratoriums. zur Person

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