Reger-Werkausgabe, Bd. III/1: Bearbeitungen für Orgel und Harmonium
Band 1 der Abteilung Bearbeitungen von Werken anderer Komponisten enthält überwiegend Werke Johann Sebastian Bachs, bearbeitet für Orgel. Neben Präludien und Fugen aus dem Wohltemperierten Klavier, einigen Toccaten sowie der Chromatischen Fantasie und Fuge fällt vor allem die Umarbeitung der zweistimmigen Inventionen zu einer Schule des Triospiels auf. Ebenfalls starke Eingriffe nahm Reger bei Der heilige Franz von Paula auf den Wogen schreitend von Franz Liszt vor. Das Gegenteil bieten die Ausgewählten Stücke klassischer und moderner Meister für Harmonium, wo er sich bei Werken u.a. von Frédéric Chopin weitgehend auf gefällige Abschnitte für hausmusikalische Zwecke beschränkte.
Seit Januar 2008 entsteht im Max-Reger-Institut (MRI) in Karlsruhe eine wissenschaftlich-kritische Ausgabe von Werken Regers (RWA). Sie wird von der Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur gefördert und beschreitet in der Anlage als Hybrid-Edition neue Wege der Editionstechnik.
Das zum Band gehörende digitale Angebot wird in einem Online-Portal publiziert.
Inhalt
Ausgewählte Stücke klassischer und moderner Meister, Harmonium-Sammlung-B1
Franz Liszt, Legende »Der heilige Franz von Paula auf den Wogen schreitend«, Liszt-B1
Johann Sebastian Bach, Ausgewählte Klavierstücke, Bach-B6
Schule des Triospiels, J.S. Bachs zweistimmige Inventionen, Bach-B8
Richards Strauss, Feierlicher Einzug, Strauss-B2
Christian Sinding, Andante aus dem Klavierquintett e-Moll, Sinding-B1
Johann Sebastian Bach, Präludien und Fugen aus dem Wohltemperierten Klavier für Orgel (Fragment), Bach-B3
Inhaltsverzeichnis
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Komponist*in
Max Reger
| 1873-1916Max Reger, geb. 1873 in Brand (bayr. Oberpfalz), gest. 1916 in Leipzig. Schüler von H. Riemann. Seit 1905 Lehrer für Orgel und Komposition an der Akademie in München, hier auch erste Anerkennung als Orgelkomponist; ab 1907 Kompositionslehrer am Leipziger Konservatorium, daneben 1911 – 14 Leiter der Meininger Hofkapelle. Reger, der als Lehrer großen Einfluss erlangte, wandte sich von den Idealen der Neudeutschen ab und knüpfte an J. Brahms an; er verschmolz eine ausdrucksstarke Harmonik mit der an J. S. Bach geschulten Polyphonie mit Formen des Spätbarock und der Klassik; die eigentlichen Kompositionsbereiche Regers bilden Orgel- und Kammermusik. In seinem bedeutendsten geistlichen Chorwerk "Der 100. Psalm" (1908/09) geht Reger an die Grenze der Tonalität. zur Person
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Herausgeber*in
Christopher Grafschmidt
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Herausgeber*in
Claudia Seidl
| 1990