Pastoral Mass
Vytautas Miškinis
-
Komponist*in
Vytautas Miškinis
| 1954Vytautas Miškinis gehört mit insgesamt über 700 Kompositionen zu den produktivsten Komponist*innen Litauens. Ein deutlicher Schwerpunkt liegt dabei im Bereich Chormusik. Für seine geistliche Musik verwendet der Komponist überwiegend liturgische Texte in lateinischer Sprache. Seine Werke weisen häufig eine polyphone Textur auf, beinhalten aleatorische Elemente und Klangeffekte. Miškinis’ Musik genießt eine unumstrittene Stellung im Repertoire aller litauischen Gesangsfestivals, darunter The Pupils’ Festival, The World Lithuanians’ Festival und The Students’ Festival (Gaudeamus). Viele seiner Kompositionen wurden mit Preisen in nationalen Wettbewerben ausgezeichnet und als Pflichtwerke für die Aufführung bei internationalen Chorwettbewerben unter anderem in Italien, Österreich, Argentinien, Schweden und Deutschland ausgewählt. zur Person
Rezensionen
Wer eine harmonisch-einlullende, im 6/8-Takt sich wiegende Pastoralmesse erwartet, wird einigermaßen überrascht sein: Die Pastoralmesse Miškinis' beginnt zwar mit einem Saxophonsolo, das der Komponist seinem Schäferlied für Kinder entnommen hat, entwickelt sich aber dann zu einer opulenten Messe ... Stilistisch bewegt sich die Komposition zwischen Romantik und Popmusik; gesungen wird der lateinische Messtext ... Für einen gut besetzten Chor ist diese anspruchsvolle Messe machbar und wird sicherlich auch die Zuhörer in Liturgie oder Konzert mitreißen.
Gabriele Wurm, Musica Sacra, 3/2018
... Die Musik bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Romantik und Pop, an einigen Stellen kann nach Ermessen von Dirigent und Spielern auch frei improvisiert werden. Dabei gelingen dem Komponisten mit rhythmisch-melodischen Patterns schöne Choreffekte. Nicht zuletzt wegen der Besetzung ist diese Ordinariumsvertonung eine spannende und lohnende Neuerscheinung innerhalb dieses Genres.
Andreas Boltz, Kirchenmusik im Bistum Limburg, 1/2018
Auch diese umfangreiche Komposition enthält viele [...] Elemente und lässt dabei auch noch Raum für instrumentale Interprovisationen - eine klanglich sehr abwechslungsreiche und und „publikumsgefällige” Komposition für das liturgische Repertoire, die sich sicherlich großer Beliebtheit vieler Chöre erfreuen wird.
Kai Koch, Musik & Kirche, Januar/Februar 2018
Diese Auftragskomposition mit dem Titel „Pastoralmesse” verwendet einen Stilmix von Pop, minimal music und neueren Ausdrucksmitteln der E-Musik, ohne auf typisch „romantische” Klangwirkungen zu verzichten ... Für ambitionierte Jugendchöre und stilistisch offene Kirchenchöre ist diese Messe sicher nicht uninteressant, die Anforderungen gehen allerdings - schon allein durch die Klangauffächerungen in der Frauen- und Männerstimmen - weit über einfache Chorverhältnisse hinaus.
Martin Kölle, Kirchenmusikalische Mitteilungen der Erzdiözese Freiburg, November 2017
Vom Schwierigkeitsgrad her ist die Messe rhythmisch eher anspruchsvoll, von den rein stimmlichen Anforderungen her sogar recht einfach.
Gustav Danzinger, CHOR aktuell, September 2017
Die Messe schlägt einen leichten, mitunter unterhaltenden Ton an, der kompositorisch aber auf hohem Niveau steht. Der Wechsel von elegischen Passagen mit einem behutsam durch Dissonanzen angereicherten Satz und tempogeladenen Abschnitten mit viel Drive sorgen für einen gelungenen Spannungsbogen.
Ulrich Barthel, Chorzeit, Mai 2017