Messa a 4 voci con orchestra (Messa di Gloria)
Bearbeitung für Kammerorchester (arr. J. Linckelmann) 1880/2017
Puccini komponierte seine „Messa di Gloria“ in den Jahren 1878–1880. Die musikalische Qualität, der Schwung und die Frische dieses Jugendwerkes veranlassten den Komponisten, in späteren Opern seine „Messa“ zu zitieren und sicherten dem Werk – nach seiner Wiederentdeckung im Jahre 1952 – eine stetig wachsende Beliebtheit.
Mit der vorliegenden Bearbeitung für Kammerorchester erhalten mehr Chöre die Möglichkeit, dieses Werk aufzuführen, ohne dass der Chor durch ein groß besetztes Sinfonieorchester dominiert würde, wobei der sinfonische Charakter trotzdem erhalten bleibt. Diese Besetzung bietet eine optimale Balance von Durchsichtigkeit und orchestralem Klang.
Sämtliche Vokalpartien (Soli und Chor) sind mit der Originalfassung (Carus 56.001/00) identisch, sodass von dieser Klavierauszug und Chorpartitur verwendet werden können.
| Originalversion | Bearbeitung für Kammerorchester |
| Soli TBar/B, Coro SATB, Pic, 2 Fl, 2 Ob, 2 Clt, 2 Fg, 2 Cor, 2 Tr, 3 Trb, Oficleide, Timpani, 2 Vl, Va, Vc, Cb, [2 Cor, Arpa] | Soli TBar/B, Coro SATB, Fl, Ob, Clt, Cor, Fg, Timp, 2 Vl, Va, Vc, Cb |
-
Komponist*in
Giacomo Puccini
| 1858-1924Giacomo Puccini entstammt einer Dynastie von in der toskanischen Stadt Lucca wirkenden Kirchenmusikern. Noch seine 1880 dort uraufgeführte Messa a 4 con orchestra schien auch ihn auf diesem Weg zu zeigen, doch unmittelbar darauf ging er an das Mailänder Konservatorium mit dem Ziel, Opernkomponist zu werden. Als Studienarbeiten entstanden dort seine einzigen selbstständigen Orchesterstücke Preludio sinfonico (1882) und Capriccio sinfonico (1883) sowie bereits einige seiner 16 vollständig erhaltenen Klavierlieder (Canti), die er mit häufigen Bezügen zu seinen Opern beinahe während seines ganzen Schaffens komponierte. Den Durchbruch als Opernkomponist erzielte er mit Manon Lescaut (1893); zwischen 1893 und 1904 entstanden seine bis heute meistgespielten Werke La Bohème, Tosca und Madama Butterfly. In den letzten Jahren erwuchs die Erkenntnis, dass Puccinis Gesamtwerk einer Neubewertung bedarf. So wird er zunehmend als ein den Aufbruch in die Moderne suchender Musiker verstanden. zur Person
-
Bearbeiter*in
Joachim Linckelmann
| 1964Joachim Linckelmann, geb. 1964 in München, studierte Querflöte am Richard-Strauss-Konservatorium München und an der Musikhochschule Würzburg. Er war Flötist verschiedener namhafter Orchester im In- und Ausland und arbeitet seit 1995 außerdem als Notengrafiker und Arrangeur. Seit 2009 bearbeitet er für Carus Oratorien für kleinere Besetzungen. zur Person
Rezensionen
... Linckelmann lotet sinnvoll die Möglichkeiten des Instrumentariums aus, sorgt etwa mit den Holzbläserdurchgängen am Ende des "Kyrie" für Anklänge an Dvorák und bereitet mit dem exzellent aufgestellten Klangkörper einen mustergültig intimen Puccini – übrigens auch in seiner ebenfalls sehr gelungenen Bearbeitung von Puccinis Preludio sinfonico ...
Badische Zeitung, 11.6.2018