Stabat Mater
Bearbeitung für Kammerorchester (arr. J. Linckelmann) 1832/2016
Nach seinem frühen Abschied von der Opernbühne im Jahre 1829 komponierte Gioachino Rossini neben Kammermusik nur noch größer besetzte Kirchenmusik. Zu dieser gehört das Stabat Mater, das in zwei Arbeitsphasen zwischen 1831 und 1841 entstand und 1842 in Paris uraufgeführt worden ist. Der Text fasst die Schmerzen Marias angesichts des Gekreuzigten in ein Gebet. Immer wieder hat die bildreiche Sprache der vermutlich aus dem 13. Jahrhundert stammenden lateinischen Dichtung Komponisten zu Vertonungen inspiriert, darunter große Namen wie Pergolesi, Joseph Haydn und Verdi. In 10 Nummern vereinigt Rossini unterschiedliche Formen wie Arie, Duett, Quartett und Chor, opernhaft ariose Schreibweise und strengen A-cappella-Stil zu einem der Höhepunkte dieser Gattung. Mit der vorliegenden Bearbeitung für Kammerorchester (Flöte, Oboe, Klarinette, Horn, Fagott, Pauke und Streicher) erhalten auch kleiner besetzte Chöre die Möglichkeit, dieses Werk aufzuführen, ohne dass der Chor durch ein groß besetztes Sinfonieorchester unterginge, wobei der sinfonische Charakter aber trotzdem erhalten bleibt. Diese Besetzung bietet eine optimale Balance von Durchsichtigkeit und orchestralem Klang. Sämtliche Vokalpartien (Soli und Chor) sind mit der Originalfassung identisch, sodass von dieser Klavierauszug und Chorpartitur verwendet werden können.
| Originalversion | Bearbeitung für Kammerorchester |
| Soli SSTB, Coro SSTB (SATB), 2 Fl, 2 Ob, 2 Clt, 4 Cor,2 Fg, 2 Tr, 3 Trb,Timp, 2 Vl, Va, Vc, Cb | Soli SSTB, Coro SSTB (SATB), Fl, Ob, Clt, Cor, Fg, Timp, 2 Vl, Va, Vc, Cb |
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Komponist*in
Gioachino Rossini
| 1792-1868Gioachino Antonio Rossini war ein italienischer Komponist, der heute vor allem durch seine Opern bekannt ist. Seine ersten großen Erfolge feierte Rossini 1813 in Venedig mit der Opera seria Tancredi und der Opera buffa L'italiana in Algeri. Die Folgejahre setzten diese Erfolgsgeschichte fort. Ab 1830 zog sich Rossini weitestgehend zurück. Zwar entstanden noch viele Werke, unter anderem das Stabat mater, allerdings widmete er seine Zeit hauptsächlich dem Essen und genießen. Rossini erfreute sich zu seinen Lebzeiten enormer Berühmtheit in ganz Europa, aber auch, dank seines offenbar humor- und liebevollen Charakters, Beliebtheit unter vielen seiner Kollegen.
zur Person
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Bearbeiter*in
Joachim Linckelmann
| 1964Joachim Linckelmann, geb. 1964 in München, studierte Querflöte am Richard-Strauss-Konservatorium München und an der Musikhochschule Würzburg. Er war Flötist verschiedener namhafter Orchester im In- und Ausland und arbeitet seit 1995 außerdem als Notengrafiker und Arrangeur. Seit 2009 bearbeitet er für Carus Oratorien für kleinere Besetzungen. zur Person