Messe solennelle de sainte Cécile
CG 56
„Leuchtende Strahlen entströmten der Messe de sainte Cécile. Zuerst war man geblendet, dann verzaubert, dann überwältigt.“ So beschreibt der Komponist Camille Saint-Saëns den Eindruck, den die wohl bekannteste Messvertonung Charles Gounods auf ihn gemacht hat. Das Werk, das im Jahr 1855 zu Ehren der Schutzpatronin der Kirchenmusik entstand, wurde schon bald weit über die Grenzen Frankreichs hinaus bekannt und erlangte eine Popularität wie kaum eine andere geistliche Komposition. Gounod verbindet in der „Cäcilienmesse“ erhabene Schlichtheit mit opernhaft-dramatischen Elementen und einer farbigen, effektvollen Instrumentation.
Kritische Urtextausgabe in bewährter Carus-Qualität.
Dank der Bearbeitung für Kammerorchester von U. Stäuble (Carus 27.095/50) ist es nun möglich, das Werk auch in kleinerem Rahmen aufzuführen.
Ebenfalls erhältlich ist eine anonyme Bearbeitung der Messe für zwei gleiche Stimmen und Orgel- bzw. Klavierbegleitung (Carus 27.025/00).-
Komponist*in
Charles Gounod
| 1818-1893Charles Gounod ist heute insbesondere als Komponist der Opern Faust (1859) und Roméo et Juliette (1867) sowie der sehr populären, 1859 als Ave Maria bearbeiteten Méditation sur le 1er prélude de piano de J. S. Bach (1852) bekannt. Die Tatsache, dass Gounod vor allem als bedeutender Opernkomponist gilt, wird allerdings seinem umfangreichen, alle Gattungen berücksichtigenden Œuvre nicht gerecht. Den zentralen Schwerpunkt im Schaffen Gounods bildet dabei sein kirchenmusikalisches Werk, dessen Umfang alle anderen französischen Komponisten des 19. Jahrhunderts in den Schatten stellt. zur Person
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Herausgeber*in
Frank Höndgen
| 1967
Rezensionen
... Die Edition ist gewohnt vorbildlich und allen Chorleiterinnen und -leitern für die Anwendung zu empfehlen.
Neue Töne, Kirchenmusik im Bistum Münster, 11/2018
... Die Cäcilienmesse ist eine der klangvollsten Messen überhaupt, so richtig „was fürs Herz”, ideal für einen großen Chor, noch idealer in einem großen Raum mit viel Weihrauch - Katholizismus pur. ....
Kirchenmusik im Bistum Limburg, 2/2018
In der Partitur sind neben dem Original aus napoleonischer (III.) Zeit auch alternative Textvarianten angegeben. Ein ausführliches und informatives Vorwort ergänzt diese Neuausgabe.
Singende Kirche, 2/2018
... der Editor der Carus-Ausgabe, Frank Höndgen, beleuchtet in seiner Vorrede die Entstehung der Messe im Kontext von Gounods Lebensumständen und erklärt die unterschiedlichen Kompositionsphasen. ... Höndgen beschreibt die einzelnen Teile der Messe genau nach Struktur, theologischem Inhalt und Stilistik. Der - deutsche - Kritische Bericht im Anhang geht sehr genau auf die Quellenlage und Editionsprinzipien ein und zeigt notwendige editorische Korrekturen gegenüber Manuskript und Erstdrucken auf...
Musik und Kirche, November/Dezember 2017