Te Deum - Komponistenportrait
Józef Swider gilt als ein Komponist, der die Chorsprache meisterhaft beherrscht. In seiner Musik begegnet man den verschiedensten Ausdrucksformen: intimem Lyrismus, inbrüstigem Bekenntnis, andächtigem Gebet und Choral, aber auch hymnischer Erhabenheit und dramatischer Dynamik bis hin zu Humor und musikalischem Witz.
Kaufen
Zusatzinformationen zum Werk
Inhaltsverzeichnis
-
Komponist*in
Józef Swider
| 1930-2014Swider, geboren 1930 in Czechowice (Oberschlesien/Polen), studierte an der Staatlichen Musikhochschule in Katowice die Fächer Komposition, Musiktheorie und Klavier. In Rom absolvierte er als Stipendiat der Accademia Santa Cecilia ein Zusatzstudium bei Goffredo Petrassi. Seiner Hochschule (der späteren Musikakademie in Katowice) blieb Swider über vierzig Jahre lang als Professor für Komposition, Kontrapunkt und Harmonielehre, sowie als Prorektor und langjähriger Dekan der Fakultät für Komposition und Musiktheorie verbunden. Außerdem leitete er als Professor 15 Jahre lang das Institut für Musikerziehung an der Schlesischen Universität in Katowice (Filiale Cieszyn). zur Person
-
Vorwortverfasser*in
Jolanta Bauman-Kulawik
-
Ensemble
Polski Chór Kameralny
Vor 30 Jahren wurde der Polski Chór Kameralny (Der Polnische Kammerchor) von Ireneusz Lukaszewski gegründet und konnte sich seitdem als renommiertes Spitzenensemble im In- und Ausland einen Namen machen. Sein erklärtes Ziel ist die Arbeit auf instrumentalem, „orchestralem“ Niveau, was unter anderem die absolute Kontrolle über das Instrument Stimme voraussetzt. Das Hauptinteresse der 24 Berufsmusiker ruht auf A-cappella-Musik, insbesondere auf romantischer und zeitgenössischer Musik. So erklären sich auch die zahllosen dem Chor gewidmeten Kompositionen und die Fülle der Welt-Uraufführungen. Daneben arbeitet Polski Chór Kameralny meist bei Oratorien- und Opernprojekten regelmäßig mit vielen bedeutenden Sinfonie- und Kammerorchestern Polens zusammen, aber z. B. auch mit der Academy of Ancient Music, der Neuen Düsseldorfer Hofmusik und anderen Spezialensembles für Alte Musik aus ganz Europa. Die regelmäßige Zusammenarbeit mit Gastdirigenten aus aller Welt (Ericson, Gronostay, Bernius, Layton u. a.) bildet ein wesentliches Element der musikalischen Arbeit des Chores. Ungeachtet all seiner ernsthaften Arbeit liebt Polski Chór Kameralny Experimente – so war der Chor 2001 am weltweit ersten echten real-time Internet-Konzert beteiligt. Polski Chór Kameralny tritt häufig bei internationalen Festivals auf wie beim „Warschauer Herbst“ und bei „Vratislavia cantans“, dem Ruhr-Festival, dem „Rendez-vous musique nouvelle“, dazu in Salzburg, Dresden, Berlin und Tokio. Konzertreisen führen ihn durch ganz Europa, in die USA und nach Japan. Zum „World Symposium on Choral Music“ 1999 wurde er als „Offizieller Symposiums-Chor“ nach Rotterdam eingeladen. An die 60 teils preisgekrönte CDs, MCs und Videos hat Polski Chór Kameralny aufgenommen, ergänzt durch unzählige Einspielungen für Funk und Fernsehen in Polen und auf internationaler Ebene. Polski Chór Kameralny vertrat Polen beim Weihnachtskonzert der Arbeitsgemeinschaft Europäischer Rundfunkanstalten, das live in ganz Europa und in Kanada ausgestrahlt wurde. Er initiierte und organisiert das dreitägige internationale Festival „Mozartiana“ in Danzig, bei dem Mozarts Musik in abwechslungsreicher Form einem breiten Publikum vorgestellt wird. 2008 ist Polski Chór Kameralny Gastgeber des internationalen Kompositionswettbewerbs „Musica Sacra“. zur Person
-
Dirigent*in
Jan Lukaszewski
Jan Lukaszewski gilt als einer der versiertesten Chormusik-Spezialisten Europas. Er ist Dirigent, künstlerischer Leiter und Generaldirektor vom Polski Chór Kameralny. Als viel gefragter Gastdirigent arbeitet er z. B. regelmäßig mit dem Polnischen Rundfunkchor Krakau und leitet zahlreiche Projekte im In- und Ausland. Der Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit liegt auf der romantischen und der zeitgenössischen Musik. Insbesondere hinsichtlich seiner Arbeit mit Polski Chór Kameralny hat er sich den Ruf erworben, in kürzester Zeit das Unmögliche möglich zu machen und musikalisch gültige Interpretationen selbst komplexester Werke vorzustellen. Die Zahl der von ihm gestalteten Uraufführungen ist daher unabschätzbar. Jan Lukaszewski gilt in Polen als einer der wenigen, die die Musik von Komponisten wie Schönberg, Messiaen, Xenakis, Globokar, Castiglioni, Takemitsu, R. Strauss, Pepping, Tippett, Ives und Barber propagieren. Seine Aufnahmen für den Polnischen Rundfunk und für eine Vielzahl anderer europäischer Sender sowie für das Polnische und das Deutsche Fernsehen, wie auch seine zahlreichen sonstigen Einspielungen reflektieren die Qualität seiner Arbeit. Das hohe künstlerische Niveau vom Polski Chór Kameralny unter seiner Leitung inspiriert immer wieder Komponisten zur Komposition von Werken für Chor a cappella. Die Arbeit von Jan Lukaszewski wurde mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt. zur Person
-
Sopran-Solo
Katarzyna Trylnik
-
Bariton-Solo
Czeslaw Galka
-
Solist*in - Orgel
Julian Gembalski
-
Solist*in - Schlagzeug
Arkadiusz Skotnicki
-
Solist*in - Schlagzeug
Piotr Sutt
Rezensionen
[...] Die Musik lebt von eingängigen Themen und schlichter Verarbeitung& dabei weiß der Komponist aber stets um das Klangspektrum des Chores, was einen effektvollen, aber nicht experimentellen Chorsatz nach sich zieht. Eindrucksvoll - sicher weil auch nicht alltäglich - etwa geraten geheimnisvoll gemurmelte Passagen oder Stellen in beschwörendem Flüstergesang. [...]
Christian Vitalis
klassik.com, 22.05.2007