Der Tod Jesu
1755
Seit ihrer Berliner Uraufführung 1755 zählte Carl Heinrich Grauns „empfindsame“ Passionskantate Der Tod Jesu auf ein Libretto Karl Wilhelm Ramlers lange Zeit zu den meistaufgeführten Werken dieses Genres. Noch bis Ende des 19. Jahrhunderts konnte sie sich im Repertoire zahlreicher Oratorienvereine und Singakademien (allen voran der Berliner Sing-Akademie) behaupten, oft gleichberechtigt neben Bachs oratorischen Passionen, die ihr in der 2. Hälfte des Jahrhunderts schließlich den Rang abliefen. Mit der vorliegenden quellenkritischen Neuausgabe (nach dem Erstdruck von 1760) liegt nach langer Zeit erstmals wieder eine käufliche Partitur des Werkes vor, die zur Wiederentdeckung dieser epochemachenden und für ihre Zeit maßstabsetzenden Passion einlädt.
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Carl Heinrich Graun
| 1703-17591714 Besuch der Dresdner Kreuzkirche, 1724 Sänger in Braunschweig, später dort Vizekapellmeister, 1735 Vizekapellmeister am Hof in Berlin, seit der Thronbesteigung Friedrich des Großen 1740 schließlich dort Kapellmeister. zur Person
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Klavierauszugbearbeiter*in
Paul Horn
| 1922-2016Paul Horn war ein deutscher Kirchenmusiker, Organist, Komponist und Musikwissenschaftler. Er studierte Kirchenmusik und Orgel an der Evangelischen Kirchenmusikschule Esslingen am Neckar bei Hans-Arnold Metzger und Musikwissenschaft, Theologie und Geschichte an der Universität Tübingen. Seine berufliche Laufbahn begann als Kantor an der Evangelischen Michaelskirche in Stuttgart-Degerloch. 1954 wurde er Kantor an der Evangelischen Stadtkirche Ravensburg, eine Position, die er bis zu seiner Pensionierung innehatte. Als Musikwissenschaftler arbeitete Horn bis ins hohe Alter eng mit Carus zusammen. So stammen zahlreiche Carus-Klavierauszüge aus seiner Feder. zur Person