Messe no. 1 aux orphéonistes
CG 70, 1852/53
-
Komponist*in
Charles Gounod
| 1818-1893Charles Gounod ist heute insbesondere als Komponist der Opern Faust (1859) und Roméo et Juliette (1867) sowie der sehr populären, 1859 als Ave Maria bearbeiteten Méditation sur le 1er prélude de piano de J. S. Bach (1852) bekannt. Die Tatsache, dass Gounod vor allem als bedeutender Opernkomponist gilt, wird allerdings seinem umfangreichen, alle Gattungen berücksichtigenden Œuvre nicht gerecht. Den zentralen Schwerpunkt im Schaffen Gounods bildet dabei sein kirchenmusikalisches Werk, dessen Umfang alle anderen französischen Komponisten des 19. Jahrhunderts in den Schatten stellt. zur Person
-
Herausgeber*in
Paul Prévost
Rezensionen
Heinichen, Johann David: Missa Nr
Gleich in mehrfacher Hinsicht ist diese gar nicht so kurze Messe ... hochspannend ... Musikalisch überzeugt das gut zu bewältigende Stück aus dem geistlichen Frühwerk Gounods durch süffigen, satten Klang und, wie bei ihm bekannt, durch eingängige, sangliche Melodik. Die Ausgabe ist wie gewohnt sorgfältig gestaltet, sehr informativ in Einführung und kritischem Bericht.
Musica Sacra, 5.2018
... Die vorliegende einfach zu singende Messkomposition entstand für die Pariser Männerchorvereinigung „Orpheon”. Im Grundsatz für dreistimmigen Männerchor und drei Solostimmen (TTB) a-cappella konzipiert, kann das hübsche Werk ad libitum um zwei Diskantstimmen und Orgelbegleitung erweitert werden.
Andreas Boltz, Kirchenmusik im Bistum Limburg, 1/2018
... Insgesamt ist die Messe harmonisch sehr einfach gehalten, ähnlich wie die anderen bekannten Messen Gounods.
Martin Kölle, Kirchenmusikalische Mitteilungen der Erzdiözese Freiburg, November 2017
... Mit einer sorgfältigen Gestaltung von Tempi und Dynamik und der registermäßigen Abstufung zwischen Tutti und kleinem Chor/ Soli lässt sich hier trotzdem auch unter einfachen Verhältnissen ein ausdrucksstarkes Stück Musik realisieren ...
Mathias Michaely, Musik & Kirche, Sept./Okt. 2017
... lohnend, wenn man einfache, gut gemachte Stücke für den liturgischen Gebrauch sucht!
Gustav Danzinger, CHOR aktuell, September 2017
... Das Werk kommt mit harmonisch einfachen, aber durchaus reizvollen Mitteln aus und „atmet” das französisch-romantische Pathos des 19. Jahrhunderts ... Das Werk ist vielleicht eine interessante Option für Projekte, bei denen ein Männerchor und ein gemischter Chor bzw. Frauenchor einmal gemeinsam singen, da der Männerchor in seiner stimmführungsmäßig typischen bzw. üblichen Rolle bleiben kann.
Andreas Peterl, Singende Kirche, 3/2017