Antonín Dvorák: Romantische Stücke - Noten | Carus-Verlag

Antonín Dvorák Romantische Stücke

op. 75

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"Romantische Stücke" op. 75 für Violine und Klavier schrieb Dvořák 1887 für den Chemiestudenten und leidenschaftlichen Amateurgeiger Josef Kruis, dem Untermieter von Dvořáks Schwiegermutter. Inspiriert von dem Unterricht, den Kruis wöchentlich von einem Mitglied des Prager Nationaltheaterorchesters in seinem Zimmer erhielt und in dem Duettspiel eine große Rolle einnahm, komponierte Dvořák kurze Stücke für 2 Violinen und Viola. Diese Bagatellen arbeitete Dvořák nur wenig später in die hier vorliegenden vier kurzen Stücke für Violine und Klavier um. Die Intention Dvořáks trotz einfacher Mittel eine ausdrucksreiche und ansprechende Musik zu schreiben, machen diese kurzen Stücke auch heute für den Unterricht oder das Vorspiel für fortgeschrittene Violinschüler attraktiv.

 
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Zusatzinformationen zum Werk
  • Antonín Dvorák (1841-1904), neben Smetana und Janacek der wichtigste Vertreter einer eigenständigen tschechischen Musik, gehört zu den populärsten Komponisten des 19. Jahrhunderts überhaupt. In seiner Heimat bekannt wurde der Fleischer- und Gastwirtssohn aus dem böhmischen Nelahozeves (Mühlhausen) bei Kralup durch seinen patriotischen Hymnus „Die Erben des weißen Berges" für Chor und Orchester (op. 30) von 1872. Den Weg in die Welt ebnete ihm ein österreichisches Staatsstipendium, das ihm von einer Kommission, bestehend aus Johannes Brahms, Eduard Hanslick und Johann von Herbeck, zugesprochen wurde. Der sieben Jahre ältere Brahms nahm sich freundschaftlich des jungen Kollegen an, dessen eminente Begabung er erkannt und lieben gelernt hatte. (Brahms: ,,Der Kerl hat mehr Ideen als wir alle. Aus seinen Abfällen könnte sich jeder andere die Hauptthemen zusammenklauben.") Brahms empfahl Dvo"rák seinem Berliner Verleger Fritz Simrock, der in der Folge Dvo"ráks eigenwilliger und zunächst schwieriger Hauptverleger wurde. International berühmt wurde Dvo"rák als Komponist und – seit 1884 – als Dirigent seiner eigenen Werke vor allem durch seine sensationellen Erfolge in England (insgesamt neunmal hielt sich Dvo"rák dort auf) und in den Vereinigten Staaten von Amerika (zwei längere Besuche mit pädagogischer und kompositorischer Arbeit). Begründet wurde dieser Erfolg zunächst durch ein kirchenmusikalisches Werk, das Stabat mater aus dem Jahre 1876 (Carus 27.293/03). Bis in Dvo"ráks späte Zeit gehören Kirchenwerke in die Reihe seiner bedeutenden Schöpfungen: den Sinfonischen Dichtungen, den Opern (darunter „Rusalka"), Sinfonien, den Streichquartetten und anderer Kammermusik, dem Oratorium „Die heilige Ludmilla" – und den „Slawischen Tänzen op.46 und 72. Zu dem genannten Stabat mater op.58 kommen der 149. Psalm op.79, das Requiem op.89 (Carus 27.323) und das Te Deum op.103 (Carus 27.189). zur Person

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