Veni Sancte Spiritus
Pfingstsequenz 1725(ca.)
Antonio Caldara zählt mit etwa 3.400 Werken zu den produktivsten Komponisten der Barockzeit und der Musikgeschichte überhaupt. Ab 1716 war Caldara als Vizekapellmeister am Wiener Hof tätig, wo er sich schnell zum Haupt- und Lieblingskomponisten des musikkundigen Kaisers Karl VI. entwickelte.
Caldaras festliche Vertonung der Pfingstsequenz Veni Sancte Spiritus, die etwa um das Jahr 1725 entstanden sein dürfte, wird nun erstmals im Druck zugänglich gemacht. Das eingängige und kompakte Stück eignet sich sowohl zur konzertanten Darbietung wie auch hervorragend im liturgischen Kontext von Pfingsten: in der Messe etwa als Einzugs-, Auszugs- oder Offertoriumsmusik. Durch die ähnlichen Besetzungsanforderungen kann Caldaras Sequenzvertonung problemlos zu vielen gängigen Kompositionen des Messordinariums ohne zusätzlichen Aufwand herangezogen werden. Für die meisten Kirchenchöre dürften die Tutti-Abschnitte mit dem bevorzugt homophonen und dennoch wirkungsvollen Vokalsatz Caldaras eine dankbare Aufgabe darstellen.
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Antonio Caldara
| 1670-1736Antonio Caldara ist 1670 in Venedig geboren und war zu seinen Lebzeiten Cellist, Kapellmeister und Komponist. Seine Ausbildung erhielt Caldara vermutlich in seiner Heimatstadt beim Kapellmeister an St. Marco Giovanni Legrenzi. Caldara war als freischaffender Cellist in Venedig (1693-1700), als Kapellmeister in Mantua (1700-1707) und Rom (1709-1716) und zuletzt als Vizekapellmeister am kaiserlichen Hof in Wien (1716-1736) unter Kaiser Karl VI. tätig. Seine Popularität resultierte aus seinem Verständnis Traditionsbewusstsein mit höchstmöglicher Originalität zu verbinden. Er komponierte über 3.400 Werke, u.a mehr als 80 Opern, 43 Oratorien, etwa 150 Sinfonien, Messen, Serenaden, Kantaten und Motetten, Madrigale und Serenaden sowie über 300 Kanons. zur Person
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Herausgeber*in
Guido Erdmann
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Textdichter*in
Stephen Langton
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Generalbassaussetzer*in
Guido Erdmann