Antonio Vivaldi: Credo - App / Übehilfe | Carus-Verlag

Antonio Vivaldi Credo

RV 591

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Vivaldi vermag es, in seinem Credo die Forderung des Vatikans nach Textverständlichkeit mit dem Wunsch der Venezianer nach virtuoser Pracht zu verbinden. Er verzichtet auf solistische Arien und der Chor ist meistens deklamatorisch homophon eingesetzt. Das ist für den Chor einfach — in Verbindung mit den Violinen, die typische Vivaldische Sechzehntelmotive spielen, braucht es aber eine gute Präzision. Im Crucifixus führt Vivaldi den Chor in expressiven chromatischen Linien, nur von kurzen Orchesterakkorden unterstützt: nicht ganz einfach. Wie gut, den harmonischen Zusammenhang in der App hören zu können!

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Es musizieren: Estonian Philharmonic Chamber Choir, Tallinn Chamber Orchestra – Tõnu Kaljuste
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  • Credo in unum Deum
  • Et incarnatus est
  • Crucifixus
  • Et resurrexit
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  • 1. Credo in unum Deum

    I believe in one God,
    the Father almighty,
    Maker of heaven and earth
    and of all things visible
    and invisible.
    And in one Lord
    Jesus Christ,
    the only-begotten Son of God,
    begotten of his Father
    before all ages.
    God of God,
    light of light,
    true God of true God,
    begotten, not made,
    being of one substance with the Father,
    by whom all things were made.
    Who for us men
    and for our salvation
    came down from heaven.

    ...

  • 1. Credo in unum Deum

    Ich glaube an einen Gott,
    den allmächtigen Vater,
    der alles geschaffen hat,
    Himmel und Erde, die sichtbare
    und die unsichtbare Welt.
    Und an den einen Herrn
    Jesus Christus,
    Gottes eingeborenen Sohn,
    aus dem Vater geboren
    vor aller Zeit:
    Gott von Gott,
    Licht vom Licht,
    wahrer Gott vom wahren Gott,
    gezeugt, nicht geschaffen,
    eines Wesens mit dem Vater;
    durch ihn ist alles geschaffen.
    Für uns Menschen
    und zu unserem Heil
    ist er vom Himmel gekommen.

    ...

  • 1. Credo in unum Deum

    Credo in unum Deum,
    Patrem omnipotentem,
    factorem coeli et terrae,
    visibilium omnium, et invisibilium.
    Et in unum Dominum Jesum Christum,
    Filium Dei unigenitum.
    Et ex Patre natum ante omnia saecula.
    Deum de Deo, lumen de lumine, Deum verum de Deo vero.
    Genitum, non factum, consubstantialem Patri:
    per quem omnia facta sunt.
    Qui propter nos homines, et propter nostram salutem
    descendit de coelis.

    ...

  • Text from the CD Carus 83.325

    Karl Heller
    Translation (abridged): John Coombs

    The Credo RV 591 shows in wide stretches a continuous, uninterrupted setting of the words. Thus, the duration of the composition of this textually lengthy section of the Mass is only about a third as long as the Gloria RV 589. Vivaldi achieved this by forcing the large blocks of text of the Credo into a unified musical mould. In so doing, the principle of musical duality is again confirmed: The basic, characteristic idea, whose in sistent rhythm is emphasized by rapid repeated notes, is entrusted to the orchestra, while the cho rus declaim the words in block chords. This treatment of the chorus is only abandoned in the final section of the work: The words “Et vitam venturi saeculi. Amen” are set as a short fugue, but at the same time they remain surrounded by the unifying flow of the instruments.

    The only sections with music uniquely their own

    ...

  • Booklet-Text der CD Carus 83.325

    Karl Heller

    Die Wiederbelebung der Musik Antonio Vivaldis im 20. Jahrhundert ging einher mit der Neuentdeckung bisher völlig unbekannter Schaffensbereiche des Komponisten. Für die stärksten Überraschungen sorgte dabei ein großer Bestand an geistlicher Vokalmusik, dessen Repertoire von der groß angelegten Mess- und Vesperkomposition bis zum biblischen Oratorium und zur Solomotette reicht. Die ersten Wiederaufführungen solcher Werke, darunter das Credo RV 591, während einer Vivaldi-Woche in Siena 1939 wurden geradezu als Sensation empfunden. Sie ließen deutlich werden, dass der Komponist gerade auf diesem Sektor Werke höchsten künstlerischen Ranges geschaffen hat.

    Einer starken Aufsplitterung des Textes in Einzelsätze (wie beispielsweise im GloriaRV 589) steht im Credo RV 591 auf weite Strecken eine durchgehende Vertonung des Textes gegenüber.

    ...

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  • Antonio (Lucio) Vivaldi war ein italienischer Komponist und Geiger der Barockzeit.

    Es wird angenommen, dass sein Vater, der selbst Musiker war, für Vivaldis musikalische Ausbildung verantwortlich war. Seine berufliche Laufbahn begann er jedoch als Priester, was ihm in Venedig den Spitznamen Il prete rosso (der rothaarige Priester) einbrachte.

    Ab 1703 arbeitete Vivaldi mit Unterbrechungen bis kurz vor seinem Tod als Geigenlehrer und Komponist am Ospedale della Pietà, einem Waisenhaus für Mädchen in Venedig. Zunächst war er dort auch als Priester tätig, gab diese Tätigkeit aber nach drei Jahren wieder auf. Für seine Schülerinnen an der Pietà schrieb er zahlreiche Kammermusikwerke und Konzerte. Die berühmten Vier Jahreszeiten sind besonders bekannt und werden heute oft aufgeführt. Vivaldi komponierte unter anderem auch geistliche und weltliche Vokalmusik und war Opernkomponist und Intendant.

    Von den über 800 Werken, die heute bekannt sind, wurden zu Vivaldis Lebzeiten nur 135 veröffentlicht. Nach seinem Tod gerieten die Kompositionen Vivaldis zunächst weitgehend in Vergessenheit. Viele seiner Werke wurden erst im 20. Jahrhundert wiederentdeckt und veröffentlicht. Darunter ist auch das Gloria in D RV 589, die allererste Notenausgabe des Carus-Verlags.

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