Psalm 22
My God, why have you forsaken me 2025
Christoph JK Müller hat mit seiner groß angelegten Vertonung des 22. Psalms ein fesselndes Chorwerk geschaffen. Die bildgewaltige Sprache der biblischen Vorlage überträgt er in moderne, mitreißende Klänge: Das Ergebnis ist die Kombination aus eingängiger Melodik, kraftvoller Rhythmik und schlüssiger Dramaturgie. Die Komposition verhandelt eindrucksvoll den Kontrast zwischen Einsamkeit, Ausgrenzung und Anfeindung einerseits sowie Gottvertrauen, Hingabe und Beharrlichkeit andererseits – ein emotionales Ringen um Hoffnung in Krisenzeiten.
Das Werk entstand als Auftragskomposition der Landesakademie für die musizierende Jugend Baden-Württemberg, Ochsenhausen, und wurde beim internationalen Chorfestival C.H.O.I.R. uraufgeführt. Nicht nur für ambitionierte Ensembles kann Psalm 22 zu einem spannenden Repertoire-Highlight werden.
Die Instrumentalbesetzung ist modular: Die vollständige Version umfasst Rhythmusgruppe (Klavier, Kontrabass, Schlagzeug), Bläser (Altsaxophon, Trompete, Tenorposaune) und einen vierstimmigen Streichersatz. Das Werk ist aber auch ohne Streicher (Small Band), ohne Bläser (nur Rhythmusgruppe) oder sogar nur mit Klavier aufführbar.
Nach 40 Minuten intensiver Musik bleiben pulsierende Rhythmen und einprägsame Melodien im Ohr – ein vielseitiges, spannungsgeladenes Erlebnis, das Aufführende wie Zuhörende noch lange begleitet und bewegt.
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Komponist*in
Christoph JK Müller
| 1989Nach seinen Studien in Schulmusik, künstlerischem Klavierspiel, Jazz und Orchesterdirigieren in Stuttgart, Karlsruhe und Lissabon wurde Christoph JK Müller direkt als Korrepetitor an der Staatsoper Stuttgart verpflichtet. Danach schloss sich ein Engagement als Kapellmeister und Leiter der Jungen Oper am Theater Dortmund an, wo er zahlreiche Opern, aber auch Operetten, Musicals, Ballette und Konzerte dirigierte. Zu seinen künstlerischen Höhepunkten zählt er die Uraufführung von Avner Dormans „Die Kinder des Sultans“, die deutsche Erstaufführung der 3. Fassung von Gaspare Sponinis „Fernand Cortez“ und die Musicalproduktion „Songs for a new world“ von Jason Robert Brown. Neben seinen Stammhäusern war er gern gesehener Gast, wie zum Beispiel am Pfalztheater Kaiserslautern sowie an der Oper Bonn.
Christoph JK Müller ist neben seiner Tätigkeit als Dirigent auch als Arrangeur tätig. Seit über zehn Jahren erscheinen seine Arrangements und Kompositionen regelmäßig beim Carus-Verlag. Darüber hinaus entstanden Theatermusiken für die Theater Heidelberg und Dortmund.
Als Pianist erfreut sich Christoph JK Müller am vielfältigen Reichtum notierter und unnotierter Musik. So war er zum einen als Klaviersolist mit dem 3. und 4. Konzert Beethovens zu hören, zum anderen ist die Improvisation als musikalische Schöpfung im Moment mit oder ohne Vorlage fester Bestandteil seines musikalischen Ausdrucks und seiner Identität, für welche er u.a. beim 11. Bundeswettbewerb Schulpraktisches Klavierspiel 2012 zweifach ausgezeichnet wurde.
Seit 2022 arbeitet Christoph JK Müller als Dozent für Orchesterleitung an der UdK Berlin. Gleich zu Beginn seiner Tätigkeit rief er die Sinfonietta der UdK Berlin ins Leben, die als dynamischer Klangkörper zugleich Konzertorchester des Instituts und inspirierendes Experimentierfeld für Lehramtsstudierende mit Schwerpunkt Orchesterleitung ist.
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