Klinget mit Freuden
BuxWV 119 + 69, 1680
Ein Großteil der Vokalwerke Buxtehudes sind geistliche Kompositionen, doch komponierte er auch für weltliche Anlässe. So entstand 1680 die Hochzeits-Aria Klinget für Freuden, ihr Lärmen-Klarinen BuxWV 119 anlässlich der Vermählung des schwedischen Königs Karl XI. mit der dänischen Prinzessin Ulrika Eleonora. Gefeiert wurde zugleich der 1679 geschlossene Frieden von Lund der einen fast fünfjährigen Krieg zwischen Dänemark-Norwegen und Schweden beendete.
Das fünfstrophige Hochzeitsgedicht wird von zwei Sopranstimmen und Bass vorgetragen, zum Generalbass treten in den alternierenden Instrumentalritornellen zwei Violinen bzw. zwei Trompeten als Begleitinstrumente hinzu.
Während die erste und vierte Strophe der Freude über den Frieden zwischen Dänemark und Schweden Ausdruck verleihen, widmen sich die Strophen zwei und drei vorrangig den beiden Eheleuten. Schließlich wird in der letzten Strophe Gott um den Segen sowohl für den Frieden als auch für das Königspaar angerufen.
Die spätere geistliche Parodie des Werks für das Fest der Beschneidung Jesu, den Neujahrstag als Aria Klinget mit Freuden, ihr klaren Klarinen BuxWV 65 ist zeitlich nicht näher zu bestimmen. Der Text wurde vermutlich in Stockholm verfasst, möglicherweise auf Veranlassung von Gustav Düben. Nun künden die Trompeten der Christengemeinde von Jesus und dem "hellscheinenden Licht" des göttlichen Wortes.
Inhaltsverzeichnis
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Komponist*in
Dieterich Buxtehude
| 1637-1707Dokumente zum Leben Buxtehudes sind rar. Einer zeitgenössischen Mitteilung in Nova literaria Maris Balthici, kurz nach seinem Tod erschienen, entnimmt man, dass er „Dänemark als sein Vaterland“ ansah, „woher er in unsere Region kam“. Dieterich Buxtehude, die Schreibung seines Vornamens ergibt sich aus Buxtehudes Unterschrift in seinen Briefen, wurde um 1637 in Helsingborg geboren und war somit Untertan des dänischen Königs. Sein Vater, Johannes Buxtehude, war Organist und unterrichtete ihn so weit, dass Dieterich Buxtehude ab 1657 oder 1658 als Organist in Helsingborg und später in Helsingør arbeitete. 1668 wählte man Dieterich Buxtehude zum Organisten an St. Marien in Lübeck als Nachfolger Franz Tunders. Bis zu seinem Tod im Jahre 1707 blieb Buxtehude in diesem Amt, das zu den wichtigsten in Norddeutschland zählte. Nach seinem Tod rühmten sachverständige Musiker Dieterich Buxtehude vor allem aufgrund seiner Tastenmusik. So charakterisierte ihn beispielsweise Johann Mattheson als einen „hochgeschätzten, ehmaligen Lübeckischen Organisten“. Diese Wertschätzung gründete indes nicht auf veröffentlichten Drucken, sondern auf Abschriften der Kompositionen für Tasteninstrumente und auf dem Ruf als Virtuose, den Buxtehude in ganz Deutschland besaß. So waren 1703 Georg Friedrich Händel und Johann Mattheson und im Winter 1705 auf 1706 Johann Sebastian Bach in Lübeck, um sich bei Buxtehude in Komposition und Orgelspiel zu vervollkommnen. Neben der Vokalmusik und der Musik für Tasteninstrumente von Buxtehude sind zwei Publikationen von Triosonaten überliefert. Von den „Abendmusiken“ in Lübeck wissen wir aufgrund einiger Textbücher, die zu diesem Anlass gedruckt wurden. Die Musik hierzu ist leider verloren gegangen. Diese Tradition von konzertähnlichen Veranstaltungen übernahm Buxtehude von seinem Vorgänger Franz Tunder. zur Person
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Herausgeber*in
Magdalena Büttner