Dieterich Buxtehude Walts Gott, mein Werk ich lasse

BuxWV 103

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Dem sechsstrophigen Lied liegt die Melodie „Herzlich tut mich verlangen“ zugrunde, die Buxtehude sowohl als Solokantate in Herzlich tut mich verlangen BuxWV 42 als auch als Choralvorspiel mit dem Titel Ach Herr, mich armen Sünder BuxWV 178 verwendete. Mit Ausnahme des mit Koloraturen ausgeschmückten „Amen“ wird der Text in schlichtem vierstimmigem Satz vorgetragen. Den begleitenden Violinen sind die Vor- und Zwischenspiele zugedacht. Das Stück ist in einer Tabulatur überliefert und wurde vor Juni 1687 von Düben kopiert.
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  • If God grants it, I cease to work,
    the sun prepares to rest.
    It has completed its journey,
    and slips back under its canopy.
    So may my affairs also
    pause for a time.
    I want to take my rest
    with a debt of gratitude.

    My eyes and heart and hands,
    O Jesus, Son of God,
    I now turn towards you
    for my daily wage,
    for you yourself have come
    into my workplace
    and helped with my labors,
    directing my mind and spirit.

    You have strengthened my head,
    put vigor in my fingers.

    ...

  • Walts Gott, mein Werk ich lasse,
    die Sonn Feirabend meldt.
    Sie hat vollendt ihr Straße,
    schleicht wieder in ihr Zelt.
    So mögen auch mein Sachen
    anstehen diese Zeit.
    Ich will Feirabend machen
    mit schuldger Dankbarkeit.

    Mein Augen, Herz und Hände,
    o Jesu, Gottes Sohn,
    zu dir ich nunmehr wende
    zum schuldgen Tagelohn,
    denn du bist selbst getreten
    an meine Werkstatt gut,
    hast helfen mir arbeiten,
    regiert mein’ Sinn und Mut.

    Mein Haupt hast du gestärket,
    mein’ Fingern geben Kraft.

    ...

  • Gekürztes Vorwort der Edition Carus 36.018

    Thomas Schlage

    Dieterich Buxtehude wurde um das Jahr 1637 wahrscheinlich in Helsingborg, das damals zu Dänemark gehörte, geboren. Dort wirkte sein Vater Johannes Buxtehude als Organist an der Mariekirke. Im Jahr 1641 oder 1642 übernahm Johannes Buxtehude die Organistenstelle an der St.-Olai-Kirke in Helsingør. Nach der Ausbildung zum Organisten, wohl bei seinem Vater, wurde Dieterich Buxtehude 1657 oder 1658 Organist an der Mariekirke in Helsingborg. 1660 ging er zurück nach Helsingør an die deutschsprachige Marienkirche. Acht Jahre später wurde er zum Werkmeister (Verwaltungsbeamter der Kirche mit vielfältigen Aufgaben) und Organist an St. Marien in der Hansestadt Lübeck gewählt. Bis zu seinem Tod im Jahre 1707 blieb Buxtehude in diesem Amt und führte die Tradition der bedeutenden Organisten an St. Marien sowie die als Abendmusiken bezeichneten Konzertveranstaltungen fort, die sein Vorgänger Franz Tunder (1614–1667) in Lübeck begründet hatte. 

    Die Choralkantate Walts Gott, mein Werk ich lasse ist in einer Abschrift Gustav Dübens überliefert und vermutlich im Frühjahr 1687 komponiert worden.

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Zusatzinformationen zum Werk
  • Dokumente zum Leben Buxtehudes sind rar. Einer zeitgenössischen Mitteilung in Nova literaria Maris Balthici, kurz nach seinem Tod erschienen, entnimmt man, dass er „Dänemark als sein Vaterland“ ansah, „woher er in unsere Region kam“. Dieterich Buxtehude, die Schreibung seines Vornamens ergibt sich aus Buxtehudes Unterschrift in seinen Briefen, wurde um 1637 in Helsingborg geboren und war somit Untertan des dänischen Königs. Sein Vater, Johannes Buxtehude, war Organist und unterrichtete ihn so weit, dass Dieterich Buxtehude ab 1657 oder 1658 als Organist in Helsingborg und später in Helsingør arbeitete. 1668 wählte man Dieterich Buxtehude zum Organisten an St. Marien in Lübeck als Nachfolger Franz Tunders. Bis zu seinem Tod im Jahre 1707 blieb Buxtehude in diesem Amt, das zu den wichtigsten in Norddeutschland zählte. Nach seinem Tod rühmten sachverständige Musiker Dieterich Buxtehude vor allem aufgrund seiner Tastenmusik. So charakterisierte ihn beispielsweise Johann Mattheson als einen „hochgeschätzten, ehmaligen Lübeckischen Organisten“. Diese Wertschätzung gründete indes nicht auf veröffentlichten Drucken, sondern auf Abschriften der Kompositionen für Tasteninstrumente und auf dem Ruf als Virtuose, den Buxtehude in ganz Deutschland besaß. So waren 1703 Georg Friedrich Händel und Johann Mattheson und im Winter 1705 auf 1706 Johann Sebastian Bach in Lübeck, um sich bei Buxtehude in Komposition und Orgelspiel zu vervollkommnen. Neben der Vokalmusik und der Musik für Tasteninstrumente von Buxtehude sind zwei Publikationen von Triosonaten überliefert. Von den „Abendmusiken“ in Lübeck wissen wir aufgrund einiger Textbücher, die zu diesem Anlass gedruckt wurden. Die Musik hierzu ist leider verloren gegangen. Diese Tradition von konzertähnlichen Veranstaltungen übernahm Buxtehude von seinem Vorgänger Franz Tunder. zur Person

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