Franz Liszt / Clytus Gottwald (arr.): Zwei Transkriptionen. Vokaltranskriptionen von Clytus Gottwald - Noten | Carus-Verlag

Franz Liszt / Clytus Gottwald (arr.) Zwei Transkriptionen. Vokaltranskriptionen von Clytus Gottwald

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Die anspruchsvollen Transkriptionen für Chor a cappella von Clytus Gottwald werden von Chören begeistert aufgenommen und weltweit mit großem Erfolg aufgeführt. In seinen Transkriptionen überträgt Gottwald vokale Satztechniken der Neuen Musik, die er als langjähriger Leiter der Schola Cantorum entwickelte, auf traditionelle Kompositionen, wobei er die Strukturen der Werke in äußerst differenziertem Klang ohrenfällig macht.
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  • Es muss ein Wunderbares sein
  • Morgens steh ich auf und frage
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    Es muss ein Wunderbares sein
    ums Lieben zweier Seelen,
    sie schließen ganz einander ein,
    sich nie ein Wort verhehlen.
    Und Freud und Leid
    und Glück und Not
    so miteinander tragen,
    vom ersten Kuss bis in den Tod
    sich nur von Liebe sagen.

    Oskar von Redwitz (1823–1891)

    Morgens steh ich auf und frage:
    Kommt Feinsliebchen heut?
    Abends sink ich hin und klage:

    ...

  • Unbenanntes Dokument

    It must be wonderful,
    the love of two souls,
    completely in each other’s embrace
    never words concealing.
    And joy and sorrow,
    and happiness and grief,
    to bear them with each other,
    from the first kiss until death
    speaking only of love.

    Oskar von Redwitz (1823–1891)

    Mornings I wake up and ask:
    Comes my sweet love today?
    Evenings I sink down and sigh:

    ...

  • Unbenanntes Dokument

    Que ce doit être merveilleux
    Un amour entre deux âmes,
    Elles englobent tout en elles
    Ne se cachant aucun mot.
    Et peine et joie, chance et misère
    Portant toujours tout ensemble,
    Du premier baiser à la mort
    Ne parlant que d’amour.

    Oskar von Redwitz (1823–1891)

    En me réveilant, je demande :
    Viendras tu mon coeur ?
    Le soir je me couche et soupire :
    Elle n’est pas venue me voir.

    ...

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  • Franz Liszt wurde 1811 in Raiding (damals Ungarn) geboren und starb 1886 in Bayreuth. Er erhielt Klavierunterricht bei seinem Vater ab seinem 6. Lebensjahr und wurde 1822/23 Schüler von C. Czerny und A. Salieri in Wien. Die Jahre nach 1823 verbrachte Liszt in Paris, dort beeinflusste ihn die Bekanntschaft mit G. Rossini, V. Bellini, G. Meyerbeer sowie besonders mit F. Chopin, H. Berlioz und N. Paganini stark; auch literarisch wurde er von V. Hugo beeindruckt. Von 1838 bis 1847 feierte Liszt auf seinen ausgedehnten Konzertreisen als Klaviervirtuose Triumphe. Ab 1848 lebte er dann in Weimar, wo die Symphonischen Dichtungen und einige der wichtigsten Klavierwerke (h-Moll-Sonate, 1. Klavierkonzert) entstanden. Ab 1861 lebte Liszt in Rom, hier empfing er 1865 die niederen Weihen eines Abbés. zur Person
  • Der Chordirigent, Komponist und Musikwissenschaftler Clytus Gottwald (1925 – 2023) hat für die zeitgenössische Chormusik wesentliche Beiträge geleistet. Als Redakteur für Neue Musik beim Südfunk Stuttgart sowie Gründer und Leiter der Schola Cantorum Stuttgart stand er in produktivem Austausch mit seinen die Neue Musik begründenden Zeitgenossen Pierre Boulez, Mauricio Kagel, György Ligeti, Luigi Nono, Karlheinz Stockhausen und vielen anderen. Gottwald prägte mit seiner Schola Cantorum, einem 16-stimmigen Kammervokalensemble, maßgeblich die heute selbstverständlich gewordene A-cappella-Chorkultur auf höchstem technischem Niveau. Seine Transkriptionen von Klavierliedern oder Instrumentalstücken für vielstimmigen Chor a cappella, die in ihrer an Ligeti geschulten Satzweise höchste musikalische Ansprüche stellen, werden von Chören auf der ganzen Welt geschätzt. Clytus Gottwald wurde für seine Verdienste mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Kulturpreis Baden-Württemberg 2009, dem Preis der Europäischen Kirchenmusik 2012 und dem Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland 2014. Seine Bedeutung für die Entwicklung der zeitgenössischen Chormusik kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. zur Person

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