Salve Regina in F
D 223, 1815
Ferdinand Schubert gefiel das Salve Regina in F von 1815 so gut, dass er seinen Bruder Franz bat, Bläserstimmen dazuzukomponieren. Das Werk wurde mit Bläsern 1825 bei Diabelli in Wien unter dem Titel "Zweytes Offertorium" gedruckt und ging in dieser Fassung 1888 auch in die „Alte Schubert-Ausgabe“ sowie in alle seither erschienenen Ausgaben ein. Die Carus-Neuausgabe unterscheidet erstmals bereits im Notenbild zwischen beiden Fassungen und bietet mit der Besetzungsalternative „ohne Bläser“ kleineren Ensembles eine vollwertige Aufführungsmöglichkeit des Werkes, die zudem den Reiz des Originalen besitzt. Darüberhinaus wurde in der Carus-Ausgabe das Autograph der Erstfassung erstmals vollständig als Faksimile wiedergegeben.
Kaufen
Zusatzinformationen zum Werk
-
Komponist*in
Franz Schubert
| 1797-1828Die Kirchenmusik beschäftigte Franz Schubert sein Leben lang: Ein Teil davon entstand als Auftragswerk unter anderem für den Kirchenchor seiner Heimatgemeinde und erweist sich als stark praxisorientiert. Schubert komponierte somit nicht mehr nur für Berufsmusiker, sondern für bürgerliche Gemeindemitglieder. Seine Werke sind für mannigfache liturgische Gelegenheiten bestimmt und von unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad und Umfang; somit werden sie auch den heutigen kirchenmusikalischen Bedürfnissen in idealer Weise gerecht. Einfache, schlichte Sätze stehen neben anspruchsvolleren Chorpartien und solistisch-virtuosen Konzertstücken. Der Carus-Verlag strebt Vollständigkeit im Bereich von Schuberts Kirchenmusik an: Zu entdecken gilt es ein spannungsreiches Œuvre; in seinen liedhaften, harmonisch tiefgründigen Elementen spiegelt es eine typisch Schubertsche Ausdruckswelt wider: Werke von großer Überzeugungskraft und ausnehmender musikalischer Schönheit. zur Person
-
Herausgeber*in
Werner Bodendorff
| 1958