Eine der populärsten Kompositionen Gabriel Faurés ist seine Pavane. Weniger bekannt ist, dass dieser stilisierte Tanz, der heute oft nur in der Orchesterfassung oder in diversen instrumentalen Bearbeitungen musiziert wird, bei seiner Uraufführung im April 1888 in der vorliegenden Fassung mit gemischtem Chor erklang. Der Singtext im Stil Verlaines skizziert die unbeschwerte Gesellschaft der Belle Époque mit Tändeleien und Koketterien der Tanzenden.
Die Carus-Neuausgabe stützt sich auf das Autograph Faurés und greift damit u.a. die ursprüngliche, etwas schnellere Tempoangabe auf. Zusätzlich zu dieser Ausgabe der Orchesterfassung mit einem Klavierauszug aus der Feder des Komponisten ist bei Carus eine zeitgenössische Bearbeitung für Chor mit Klavier zu vier Händen erschienen (Carus 10.402/10).
Im Hörbeispiel musizieren der figure humaine kammerchor unter der Leitung von Denis Rouger mit Olga Wien am Klavier - begleitet wird aus dem Klavierauszug der Orchesterfassung (Carus 10.402/03).
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Komponist*in
Gabriel Fauré
| 1845-1924Französischer Komponist, 1845-1924.
Er war Schüler von Camille Saint-Saëns und studierte an der Pariser Schule für Kirchenmusik. Fauré arbeitete als Organist, Chorleiter und gab Klavierunterricht und Klavierabende in Pariser Salons. Am Klavier konnte er glänzend improvisieren, was sich auch in seinen Kompositionen niederschlägt. 1905-1920 war er Direktor des Pariser Conservatoire.
Fauré schrieb vor allem Vokal-, Klavier- und Kammermusik. Am bekanntesten sind seine Klavierlieder für Solostimme und sein Requiem, das auch bei seiner eigenen Trauerfeier aufgeführt wurde.
zur Person
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Textdichter*in
Robert de Montesquiou-Fezenzac
| 1855-1921