Daran ist erschienen die Liebe Gottes
Kantate zum 2. Pfingsttag TVWV 1:165
-
Komponist*in
Georg Philipp Telemann
| 1681-1767Telemanns überaus reiches kompositorisches Schaffen, der Ertrag eines Dreivierteljahrhunderts, umfasst nahezu alle Gattungen der Musik und reicht, im vokalen Bereich, vom Generalbasslied über Kammer- und Kirchenkantate bis zur Oper. Auch in seiner eigenen Einschätzung spielt die Kirchenmusik die zentrale Rolle in seinem Schaffen; vermutlich hat er allein über 1.600 Kirchenkantaten komponiert, dazu kantatenartige Trauermusiken (wie Du aber, Daniel, gehe hin ), Psalmvertonungen (bspw. Deus judicium tuum ) und Oratorien. Allenthalben in seinem Werk zeigt sich Telemann als ein fortschrittlicher, dem Neuen aufgeschlossener und experimentierfreudig nach neuen Wegen suchender Komponist; nicht zu Unrecht hat man ihn einen Wegbereiter der Klassik genannt. Indes macht das kompositorische Wirken nur einen Teil seiner musikgeschichtlichen Bedeutung aus: Als Musikverleger, als Autor didaktisch ausgerichteter Publikationen, als Leiter bürgerlicher Musikvereinigungen und Initiator öffentlicher Konzerte hat er wesentlich an der Schaffung auch der äußeren Voraussetzungen für die folgende, vom musikalisch gebildeten Bürgertum getragene Epoche der Musik mitgewirkt. zur Person
-
Herausgeber*in
Klaus Hofmann
| 1939
-
Generalbassaussetzer*in
Klaus Hofmann
| 1939
-
Übersetzer*in
Robert Scandrett
| 1925-2014
Rezensionen
G
G. Ph. Telemann „Daran ist erschienen die liebe Gottes” TVWW 1:165
Die Solidität dieser Ausgabe bedarf keines weiteren Aus- oder Nachweises: die Namen sprechen für sich. Die Musik Telemanns spricht ebenfalls für sich: sie erwartet den höchst gewandten „beredten” Musiker, der weiß was er zu tun hat. Eine gute Musik nicht nur für das Pfingstfest, das leider mittlerweile auch in „katholischen Kreisen” unter kirchenmusikalischer Auszehrung zu leiden hat.
Quelle: Kirchenmusikalische Mitteilungen März 2001, S. 70
Telemann, Georg Philipp (1681-1767): Daran ist erschienen die Liebe Gottes
Der Chor ist allerdings „nur” beim Eingangs- und Schlusschor beschäftigt. Dazwischen verbergen sich zwei Arien, ein Duett, Rezitativ und Arioso e Rezitativo, die natürlich solistisch zu besetzten sind. Diese Erstausgabe ist mehr als nur eine von vielen barocken „Entdeckungen” vieler sogenannter Kleinmeister. Dies ist ein echter Telemann. Interessant wäre auch die geschmeidige englische Version von Robert Scandrett, die ebenfalls in dieser vorbildlichen Carus-Ausgabe enthalten ist. Mal was anderes.
Thilo Plaesser
Quelle: Musik im Bistum Essen 3/2000, S. 43