Konzert in D für 2 Violinen
TVWV TWV 52:D3
Das Violin-Doppelkonzert gehört zu einer Gruppe von Konzerten, die Telemann als Konzert- und später Kappelmeister der Eisenacher Hofkapelle in den Jahren 1707/08 bis 1712 schuf. Unmittelbarer Anlass zur Schaffung von Konzerten mit zwei Soloviolinen dürfte die Frundschaftliche Konkurrenz zwischen Telemannund seinem älteren kollegen Pantaleon Hebenstreit gewesen sein. Die Eisenacher Doppelkonzerte Telemanns sind musikgeschichtliche Dokumente ersten Ranges für die Kozertproduktion des frühen 18. Jahrhunderts im mitteldeutschen Raum.
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Georg Philipp Telemann
| 1681-1767Telemanns überaus reiches kompositorisches Schaffen, der Ertrag eines Dreivierteljahrhunderts, umfasst nahezu alle Gattungen der Musik und reicht, im vokalen Bereich, vom Generalbasslied über Kammer- und Kirchenkantate bis zur Oper. Auch in seiner eigenen Einschätzung spielt die Kirchenmusik die zentrale Rolle in seinem Schaffen; vermutlich hat er allein über 1.600 Kirchenkantaten komponiert, dazu kantatenartige Trauermusiken (wie Du aber, Daniel, gehe hin ), Psalmvertonungen (bspw. Deus judicium tuum ) und Oratorien. Allenthalben in seinem Werk zeigt sich Telemann als ein fortschrittlicher, dem Neuen aufgeschlossener und experimentierfreudig nach neuen Wegen suchender Komponist; nicht zu Unrecht hat man ihn einen Wegbereiter der Klassik genannt. Indes macht das kompositorische Wirken nur einen Teil seiner musikgeschichtlichen Bedeutung aus: Als Musikverleger, als Autor didaktisch ausgerichteter Publikationen, als Leiter bürgerlicher Musikvereinigungen und Initiator öffentlicher Konzerte hat er wesentlich an der Schaffung auch der äußeren Voraussetzungen für die folgende, vom musikalisch gebildeten Bürgertum getragene Epoche der Musik mitgewirkt. zur Person
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Herausgeber*in
Wolfgang Hirschmann