Uns ist ein Kind geboren
TVWV 1:1452
"Uns ist ein Kind geboren" ist eine der schönsten Weihnachtskantaten Telemanns mit einem an polnisch-mährische Folklore anklingenden Eingangsduett für zwei Soprane und zwei gewichtigen Chorsätzen. Die im zweiten Chor zu dem Text „Ehre sei Gott in der Höhe“ vorgesehenen Hörner können durch Querflöten ersetzt werden, für die in einer Quelle aus der Frankfurter Telemann-Tradition besondere Stimmen vorliegen.
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Georg Philipp Telemann
| 1681-1767Telemanns überaus reiches kompositorisches Schaffen, der Ertrag eines Dreivierteljahrhunderts, umfasst nahezu alle Gattungen der Musik und reicht, im vokalen Bereich, vom Generalbasslied über Kammer- und Kirchenkantate bis zur Oper. Auch in seiner eigenen Einschätzung spielt die Kirchenmusik die zentrale Rolle in seinem Schaffen; vermutlich hat er allein über 1.600 Kirchenkantaten komponiert, dazu kantatenartige Trauermusiken (wie Du aber, Daniel, gehe hin ), Psalmvertonungen (bspw. Deus judicium tuum ) und Oratorien. Allenthalben in seinem Werk zeigt sich Telemann als ein fortschrittlicher, dem Neuen aufgeschlossener und experimentierfreudig nach neuen Wegen suchender Komponist; nicht zu Unrecht hat man ihn einen Wegbereiter der Klassik genannt. Indes macht das kompositorische Wirken nur einen Teil seiner musikgeschichtlichen Bedeutung aus: Als Musikverleger, als Autor didaktisch ausgerichteter Publikationen, als Leiter bürgerlicher Musikvereinigungen und Initiator öffentlicher Konzerte hat er wesentlich an der Schaffung auch der äußeren Voraussetzungen für die folgende, vom musikalisch gebildeten Bürgertum getragene Epoche der Musik mitgewirkt. zur Person
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Herausgeber*in
Klaus Hofmann
| 1939
Rezensionen
[...] Die Edition folgt der in direktem Kontakt mit dem Komponisten entstandenen Frankfurter Fassung, was umso erfreulicher ist, als die Berliner Partitur teilweise fehlerhaft ist und durch den seltener eingezeichneten Wechsel von vokalem Tutti und Gesangssolisten eingeschränktere Aufführungsmöglichkeiten aufweist. Die Einleitung von Klaus Hofmann ist instruktiv, Notensatz und Layout sind wie immer bei Carus ohne Tadel.
Musica Sacra, Nov./Dez. 2010