Te Deum
1858
Georges Bizet räumte selbst ein, eigentlich keinen Sinn für geistliche Musik zu haben. Doch mit dem vorliegenden Te Deum hinterließ der erfolgreiche Opernkomponist ein faszinierendes, ausdrucksstarkes Werk. Vom majestätischen „Te Deum laudamus“ über die solistisch geprägten Mittelsätze „Tu Rex gloriae“ und „Te ergo quaesumus“ bis hin zur kunstvollen Chorfuge des „Fiat misericordia tua“ und der machtvollen Reprise des Anfangs sind die Mühen, die der junge Bizet im Jahr 1858 damit nach eigenem Bekunden hatte, der Komposition nicht anzumerken.
Das Te Deum nimmt in Bizets Schaffen eine außergewöhnliche Rolle ein. Der Herausgeber der vorliegenden Urtextausgabe, Marc Rigaudière, beleuchtet im umfangreichen dreisprachigen Vorwort detailliert die Entstehungsumstände des Werks. Die Edition beruht auf der einzigen erhaltenen Quelle, dem Autograph des Komponisten.
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Komponist*in
Georges Bizet
| 1838-1875Georges Bizet (1838-1875) gelang mit seiner Oper Carmen (1875) einer der größten Erfolge der Gattungsgeschichte. Zwar kam sie beim Publikum zunächst nicht besonders gut an. Jedoch erkannten bereits zeitgenössische Komponisten wie Debussy, Tschaikowsky und Brahms die Qualitäten des Werkes, was sich später auch in seiner Beliebtheit widerspiegeln sollte- heute ist die Oper eine der weltweit meist gespielten überhaupt. Abseits dieser Oper komponierte Bizet aber trotz seines kurzen Lebens einige weitere Werke, darunter viele Lieder, Klaviermusik und geistliche Musik. zur Person