Dixit Dominus
Psalm 109 (110)
Die hier edierte Psalmvertonung steht in der Tradition der sogenannten klassischen Vokalpolyphonie, des im 17. Jahrhundert modifizierten A-cappella-Stils („Stylus gravis“). Kennzeichen dieses Stils ist nicht zuletzt die Führung des Generalbasses, die sich an den jeweiligen Vokalbass anlehnt und nur kurzzeitig selbstständig fungiert. Bei aller Nähe zur Tradition des A-cappella-Stils erweist sich Carissimi in diesem Psalm als Meister des kunstvollen Wortausdrucks, der seine Werke im konzertierenden Stil auszeichnet. Diese Kunst zeigt sich hier vor allem in einer rhythmisch höchst differenzierten Diktion des Textes, die sich wesentlich von der strömenden Bewegung des Palestrinastils unterscheidet.
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in
Giacomo Carissimi
| 1605-1674Italienischer Komponist, 1605-1674. Einer der bedeutendsten Oratorienkomponisten des 17. Jahrhunderts. Den Stoff seiner 15 noch erhaltenen Oratorien entnahm er fast immer aus dem Alten Testament (Historia di Jephte, Abraham et Isaac, Jonas). Außerdem schrieb er geistliche und weltliche Kantaten. Der Großteil seiner Handschriften ging jedoch im 18. Jh. verloren. zur Person
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Herausgeber*in
Günther Massenkeil
| 1926-2014