Gottfried August Homilius: Johannespassion - App / Übehilfe | Carus-Verlag

Gottfried August Homilius Johannespassion

Der Fromme stirbt HoWV I.4

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Die oratorischen Passionen von Homilius gehören zu den letzten Kompositionen dieser Art aus dem 18. Jahrhundert. Die Rolle des Chores ist in der "Johannespassion" weitgehend auf die zahlreichen Choräle und Volkschöre beschränkt, aber gerade bei letzteren zeigt Homilius, warum er besonders als Chorkomponist gerühmt wurde. Die kurzen, sehr unterschiedlichen und oft anspruchsvollen Turbae verlangen den Chorsängern höchste Präsenz ab. Wer hier seine Stimme nicht vor der ersten Note beherrscht, isrt verloren. Der Schlusssatz greift die herausragende Bedeutung der Kreuzigung im Johannes-Evangelium als Erhöhung durch einen ungewöhnlichen Wandel von a-Moll zum fast jubelnden A-Dur auf.

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Es musizieren: Jana Reiner, Katja Fischer (soprano), Franz Vitzthum (alto), Jan Kobow, Stephan Keucher, Christian Lutz (tenore), Tobias Berndt, Clemens Heidrich (basso) – Dresdner Barockorchester, Dresdner Kreuzchor – Roderich Krelle

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  • Choral "Mitten wir im Leben sind"
  • Aria "Nun kömmt die Stunde meiner Leiden"
  • Choral "Christe, aller Welt Trost"
  • Aria "Wer kann den Rat der Liebe Fassen?"
  • Aria "Dein Wort ist Geist und Kraft und Segen"
  • Aria "Vor dir, dem Vater"
  • Choral "Gloria sei dir gesungen"
  • Arioso "Den Mörder, Barrabam"
  • Aria "Herr, mach dich auf"
  • Choral "Unter deinen Schirmen"
  • Choral "Weg, Welt, mit deinen Freuden"
  • Aria "Ich zage, Herr"
  • Aria "Ich bin der Allmächtge"
  • Aria "Der Sohn soll sterben"
  • Choral "Selig sind, die aus Erbarmen"
  • Duetto "Wir weinen dir und deiner Tugend"
  • Choral "Schreibe deine blutgen Wunden"
  • Aria "Wenn, Heiland, die dich schmähn"
  • Coro "O Gottes Lamm"
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  • Part 1 1. Chorale

    The pious man of righteousness now dies,
    the sinner who breaks God’s law survives,
    man brings death about, yet evades it;
    God is put in chains.

    2. Recitativo (Evangelist)

    When Jesus had spoken these words, he went forth with his disciples over the brook Cedron, where was a garden, into the which he entered, and his disciples. And Judas also, which betrayed him, knew the place: for Jesus ofttimes resorted thither with his disciples. Judas then, having received a band of men and officers from the chief priests and Pharisees, cometh thither with lanterns and torches and weapons.
    John 18:1–3

    3. Chorale

    In the midst of life are we surrounded by death.
    Whom can we seek to help us find grace?

    ...

  • Teil 1 1. Choral

    Der Fromme stirbt, der recht und richtig wandelt,
    der Böse lebt, der wider Gott misshandelt,
    der Mensch verwirkt den Tod, und ist entgangen,
    Gott wird gefangen.

    2. Recitativo (Evangelist)

    Da Jesus solches geredet hatte, ging er hinaus mit seinen Jüngern über den Bach Kidron, da war ein Garten, darin ging Jesus und seine Jünger. Judas aber, der ihn verriet, wusste den Ort auch, denn Jesus versammelte sich oft daselbst mit seinen Jüngern. Da nun Judas zu sich hatte genommen die Schar und der Hohenpriester und Pharisäer Diener, kömmt er dahin mit Fackeln, Lampen und mit Waffen. Joh 18,1–3

    3. Choral

    Mitten wir im Leben sind mit dem Tod umfangen.
    Wen suchen wir, der Hilfe tut, dass wir Gnad erlangen?
    Das bist du, Herr, alleine.

    ...

  • Avant-propos de l'édition Carus 83.261

    Uwe Wolf
    Traduction (abregée) : Sylvie Coquillat

    Fils de pasteur, Gottfried August Homilius naît le 2 février 1714 à Rosenthal (Saxe). Il accomplit sa scolarité à l’école Sainte-Anne de Dresde où, bien qu’encore élève, il est déjà chargé de tenir quelquefois l’orgue. En mai 1735, Homilius est immatriculé comme étudiant en droit à l’Université de Leipzig. Etudiant, Homilius travaille également comme musicien à Leipzig et remplace manifestement de temps à autre Johann Schneider, organiste de l’église Saint-Nicolas. Il prend part aux exécutions des œuvres vocales de Johann Sebastian Bach. Selon Johann Adam Hiller, il appartient à Leipzig au cercle direct des élèves de Bach. En 1742, Homilius endosse la fonction d’organiste de la nouvelle église Notre-Dame de Dresde et en 1755 enfin, Homilius succède à Theodor Christlieb Reinhold au poste de cantor de la Sainte-Croix et directeur de la musique des principales églises de Dresde, une fonction qu’il conserve jusqu’à sa mort, le 2 juin 1785.

    Les compositions d’Homilius étaient très appréciées et très diffusées à leur époque. Quelques années après la mort d’Homilius (1790), le lexicographe Ernst

    ...

  • Text form the CD Carus 83.261

    Uwe Wolf
    Translation (abridged): Peter Palmer

    The son of a clergyman, Gottfried August Homilius was born in Rosenthal (Saxony) on 2 February 1714. His schooling was chiefly at the Annen-Schule in Dresden, where he occasionally performed the duties of organist while still a pupil. In May 1735 Homilius matriculated as a law student at the University of Leipzig. He was again active as a musician while in Leipzig and evidently deputized on occasion for Johann Schneider, the organist of the Nikolaikirche. In the process he also took part in the performance of J. S. Bach’s vocal works. According to Johann Adam Hiller, he belonged to Bach’s direct circle of pupils in Leipzig. In 1742 Homilius took up the position of organist at the new Dresden Frauenkirche. In 1755, finally, he succeeded Theodor Christlieb Reinhold as Kreuzkantor and music director of the main Dresden churches – a position he occupied until his death on 2 June 1785.

    In their time the compositions of Homilius were very popular and widely disseminated. A few years after Homilius’s death (1790), the lexicographer Ernst Ludwig Gerber even pronounced the judgement: “He was, without argument, our greatest church composer.” Homilius’s vocal works

    ...

  • Booklet-Text der CD Carus 83.261

    Uwe Wolf

    Gottfried August Homilius wurde am 2. Februar 1714 in Rosenthal (Sachsen) als Sohn eines Pfarrers geboren und erhielt seine Schulausbildung überwiegend an der Annen-Schule in Dresden, wo er bereits als Schüler zeitweilig den Organistendienst übernahm. Im Mai 1735 wurde Homilius als Jura-Student an der Universität Leipzig immatrikuliert. Auch als Student war Homilius musikalisch aktiv und vertrat offenbar zeitweilig den Nikolai-Organisten Johann Schneider. Dabei wirkte er auch an den Aufführungen der Vokalwerke Johann Sebastian Bachs mit. Laut Johann Adam Hiller zählte er in Leipzig zum direkten Schülerkreis Bachs.

    1742 konnte Homilius das Amt des Organisten an der neuen Dresdner Frauenkirche übernehmen. In dieser Funktion erwarb er sich den Ruf eines hervorragenden Organisten; es wird berichtet, dass Musikliebhaber die Vespern in der Frauenkirche besuchten, allein um sein Spiel zu hören. 1755 trat Homilius schließlich die Nachfolge Theodor Christlieb Reinholds als Kreuzkantor und Musikdirektor der Dresdner Hauptkirchen an, ein Amt, das er bis zu seinem Tod am 2. Juni 1785 innehatte. Hauptwirkungsstätte war für den Kreuzkantor Homilius jedoch nicht die Kreuz-, sondern die Frauenkirche, da die

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  • Gottfried August Homilius wurde am 2. Februar 1714 in Rosenthal (Sachsen) als Sohn eines Pastors geboren. Im Mai 1735 wurde er als Jura-Student an der Universität Leipzig immatrikuliert. Die durch Johann Adam Hiller bezeugte Schülerschaft bei Johann Sebastian Bach dürfte in diese Zeit fallen. Außer zu Bach bestand Kontakt zu dem Bachschüler und Nicolai-Organisten Johann Schneider, dessen Aufgaben Homilius vertretungsweise übernahm. Nach einer erfolglosen Bewerbung auf eine Organistenstelle in Bautzen erhielt Homilius 1742 eine Anstellung als Organist an der Dresdner Frauenkirche. 1755 trat er schließlich die Nachfolge Theodor Christlieb Reinholds als Kreuzkantor und Musikdirektor der drei Dresdner Hauptkirchen an, ein Amt, das er bis zu seinem Tod am 2. Juni 1785 inne hatte. zur Person
  • Der Dresdner Kreuzchor ist einer der ältesten und berühmtesten Knabenchöre der Welt. Auch nach fast 800 Jahren besteht seine wichtigste Aufgabe darin, die Vespern und Gottesdienste in der Kreuzkirche am Dresdner Altmarkt musikalisch zu gestalten. Nicht nur an hohen kirchlichen Feiertagen, sondern über das gesamte Kirchenjahr hinweg bestreitet der Kreuzchor die Hälfte aller liturgischen Dienste in dem berühmten Gotteshaus am Altmarkt. Die Kreuzkirche dient gleichermaßen als eindrucksvoller Bau für die Chorkonzerte, die von bis zu 3000 Zuhörern besucht werden. Der Dresdner Kreuzchor prägt damit als älteste städtische Kulturinstitution das musikalische Leben Dresdens in besonderer Weise, zählt er doch zu den künstlerisch höchst anerkannten Ensembles seiner Art. Den exzellenten Ruf der Kulturmetropole verbreitet der Chor als einer ihrer profiliertesten Botschafter in alle Welt. Mehrmals im Jahr begibt sich der Dresdner Kreuzchor auf nationale und internationale Konzerttourneen über deutsche und europäische Grenzen hinaus bis nach Israel, Kanada, Japan, Südamerika und in die USA. Dazu kommen Auftritte bei internationalen Musikfestivals ebenso wie ungezählte Rundfunk- und Fernsehaufnahmen. Da der Chor über ein äußerst breit gefächertes Repertoire verfügt, das vom Frühbarock bis zu Uraufführungen der zeitgenössischen Moderne reicht, hat er seit mehr als 80 Jahren über 800 Tonaufnahmen für angesehene Plattenfirmen eingesungen. Eine stete Zusammenarbeit wird mit berühmten Orchestern wie der Dresdner Philharmonie und der Sächsischen Staatskapelle Dresden gepflegt. Renommierte Opernhäuser verpflichten Chorsolisten regelmäßig für Solopartien wie die der drei Knaben in der Zauberflöte. Ihr Abitur erlangen die Kruzianer bis heute in der Kreuzschule; etwa die Hälfte von ihnen wohnt im benachbarten Alumnat, dem Internat des Chores. Neben dem normalen Schulalltag erhalten die etwa 150 Sänger im Alter zwischen neun und achtzehn Jahren wöchentlich Gesangs- und Instrumentalunterricht. Ihre tägliche Probenarbeit und der spezifische Chorklang bilden die Grundlage für den Erfolg und die Berühmtheit des Dresdner Kreuzchores. zur Person
  • Eine der Besonderheiten des 1991 gegründeten Dresdner Barockorchesters besteht in seiner Zusammensetzung, die Spezialisten der Alte-Musik- Szene mit Orchestermusikern aus der Dresdner Staatskapelle und Dresdner Philharmonie vereint. In die gemeinsame Arbeit mit dem barocken Instrumentarium, das durch seine spezifische Klarheit des Klanges und der Artikulation ein vielfarbiges, sprechendes Musizieren ermöglicht, werden somit unterschiedliche Erfahrungen eingebracht. Einig sind sich die Musiker in ihrer Verpflichtung gegenüber dem prägenden Vorbild, der Hofkapelle Augusts des Starken. Das Erbe jener Epoche sind repräsentative Kompositionen von Kapellmeistern und Instrumentalisten der Hofkapelle wie Hasse, Heinichen, Zelenka, Quantz, Pisendel u. a., die einen Schwerpunkt im Repertoire des Dresdner Barockorchesters bilden. Dieses Repertoire umspannt die Zeit vom Ende des 17. Jahrhunderts bis hin zu Mozart. Das Dresdner Barockorchester pflegt eine enge Zusammenarbeit mit dem Dresdner Kammerchor und dessen Dirigenten Hans-Christoph Rademann. zur Person
  • Katja Fischer absolvierte ihr Gesangsstudium in Dresden bei Regine Köbler. Als Interpretin von Opernliteratur trat sie wiederholt im Rahmen der Dresdner Musikfestspiele auf. Die Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Ekkehard Klemm, Roderich Kreile, Hans-Christoph Rademann, Ludger Rémy sowie Meisterkurse bei Olaf Bär, Andreas Schmidt und Ruth Ziesak bereicherten ihr musikalisches Profil. Besondere Aufmerksamkeit widmet die Sopranistin der Erschließung klassischen Oratorienrepertoires und der Alten Musik. zur Person
  • Jana Reiner studierte von 1994 bis 2001 in Dresden Gesang bei Ilse Hahn und Heidi Petzold und nahm an Meisterkursen bei Semjon Skigin, Brigitte Fassbaender, Elisabeth Schwarzkopf und Klessie Kelly teil. Nach einem Festengagement ab 2002 am Theater Plauen-Zwickau ist Jana Reiner seit 2004 freischaffend als Konzert- und Opernsängerin tätig und arbeitete mit verschiedenen Barockorchestern in Dresden, Chemnitz und Leipzig, mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden, der Robert-Schumann-Philharmonie Chemnitz und der Sinfonia Varsovia zusammen. Konzertreisen führten sie in viele deutsche Städte und ins europäische Ausland. zur Person
  • Der ehemalige Regensburger Domspatz Franz Vitzthum absolvierte sein Gesangsstudium bei Kai Wessel in Köln. Er ist zu Gast bei renommierten internationalen Festivals und arbeitet mit Dirigenten wie Nicolas McGegan, Hermann Max, Marcus Creed und Philippe Herreweghe zusammen. Als vielgefragter Kammermusikpartner konzertiert er u. a. mit dem Lautenisten Julian Behr, dem Capricornus Consort Basel und dem von ihm gegründeten Vokalensemble Stimmwerck. zur Person
  • Tobias Berndt begann seine musikalische Ausbildung im Dresdner Kreuzchor. Er studierte bei Hermann Christian Polster in Leipzig und setzte seine Ausbildung bei Rudolf Piernay in Mannheim fort. Zu seinen Lehrern gehören außerdem Dietrich Fischer-Dieskau und Thomas Quasthoff. Er war Preisträger zahlreicher renommierter Gesangswettbewerbe, u. a. gewann er den internationalen Wettbewerb Das Lied in Berlin, den internationalen Brahms-Wettbewerb und den Cantilena Gesangswettbewerb. Als Opern- und Konzertsänger hat sich Tobias Berndt weit über die Landesgrenzen hinaus etabliert. Er arbeitete mit Dirigenten wie Philippe Herreweghe, Helmuth Rilling, Frieder Bernius, Teodor Currentzis, Marcus Creed, Hans-Christoph Rademann, Andrea Marcon, Marek Janowski und Sir Roger Norrington zusammen und war in der Berliner Philharmonie, der Tonhalle in Zürich, dem Concertgebouw Amsterdam, im Leipziger Gewandhaus, der Tschaikowsky Concert Hall in Moskau, dem Teatro Colon in Buenos Aires und im Lincoln Center New York zu erleben. Er gastierte bei bedeutenden Festivals wie dem Prager Frühling, dem Rheingau Musik Festival, den Händel-Festspielen in Göttingen und Halle, dem Bachfest Leipzig, dem Oregon Bachfestival und dem International Music Festival in Peking. Eine umfangreiche Diskografie dokumentiert seine vielseitige künstlerische Tätigkeit. zur Person
  • Clemens Heidrich erhielt seine erste musikalische Ausbildung im Knabenchor Dresden und später in der Musikspezialklasse des Lessinggymnasiums Hoyerswerda. 2002 legte er sein Konzertexamen an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ Dresden ab. Seitdem ist er freischaffend und überwiegend als Konzertsänger tätig. Konzertreisen führten ihn u. a. nach Antwerpen, Bergen (Norwegen), Jerusalem, Lissabon, Paris sowie nach Tokio zum Festival „La folle journée“. Ensembles, mit denen Clemens Heidrich zusammenarbeitete sind u.a. die Akademie für Alte Musik Berlin, das Dresdner Barockorchester, der Dresdner Kammerchor, das Kleine Konzert, die Kammerphilharmonie Bremen, der Dresdner Kreuzchor, die Dresdner Singakademie, die Rheinische Kantorei sowie die Sächsische Staatskapelle Dresden. zur Person

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