O dulcis Jesu
Geistliches Konzert
Bei dem anonym überlieferten geistlichen Konzert O dulcis Jesu handelt es sich um die Vertonung eines Textes der Barock-Mystik. Musikalisch ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit im Umkreis von Heinrich Ignaz Franz Biber anzusiedeln. Besonders bemerkenswert ist die enge Verbindung von Textinhalt und Musik: Der mystische Topos, die „bittere Süßigkeit“ des Verlangens, vom Pfeil der göttlichen Liebe verwundet zu werden und mit Jesus zu sterben, wird in idealer Weise durch die fahle Grundtonart e-Moll und die klangliche Verfremdung durch die skordierte Violinstimme repräsentiert. Ein kühnes, extravagantes, in hohem Grade „barockes“ Stück!
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Zusatzinformationen zum Werk
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Komponist*in (?)
Heinrich Ignaz Franz Biber
| -1704
Rezensionen
[...] Besonders bemerkenswert ist die enge Verbindung von Textinhalt und Musik: Der mystische Topos, die "bittere Süßigkeit" des Verlangens, vom Pfeil der göttlichen Liebe verwundet zu werden und mit Jesus zu sterben, wird in idealer Weise durch die fahle Grundtonart e-Moll und die klangliche Verfremdung durch die skordierte Violinstimme repräsentiert. Ein kühnes, extravagantes, in hohem Grade "barockes" Stück! Die Art der Komposition erinnert mich sofort an Schützens Symphoniae Sacrae - jedoch mit einem hochvirtuosen Violinpart. Musik mit Tiefgang!
Quelle: Singende Kirche 3/07