Heinrich von Herzogenberg: Sechs Gesänge - Noten | Carus-Verlag

Heinrich von Herzogenberg Sechs Gesänge

op. 57

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Die Publikation der fünf- und sechststimmigen Chorlieder op. 57 (Anfang 1889) fällt in eine Zeit, in der Herzogenberg bereits chorsymphonische Werke erarbeitet hat. Über op. 57 schreibt der österreichische Komponist und Brahms-Freund an den Widmungsträger Franz Wüllner (Brief vom 22.3.1889): "Ich bin mir ganz bewußt, mit diesen und ähnlichen Compositionen den landläufigen Weg verlassen zu haben, und darf auch kaum hoffen, von einem größeren Kreise von Künstlern verstanden zu werden... Sie aber werden meine Absicht, auf die Compositionstechnik einer früheren Zeit... zurückzugreifen, nicht nur sofort erkennen, sondern hoffentlich auch, wenigstens bis zu einem gewissen Grade, billigen." An der Sammlung op. 57, insbesondere auch an der Expressivität der Eichendorff-Motette In der Nacht, wird Herzogenbergs am Vorbild der Alten Meister gewonnenes Leitbild "reiner Vocalmusik" deutlich. Ein Vergleich des Theologen und Dichters Philipp Spitta von op. 57 mit den bekannten sechsstimmigen Drei Gesängen op. 42 von Johannes Brahms bestätigt die stilistische Nähe der beiden Zeitgenossen.
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  • An Mutter Natur
  • Die Bekehrte
  • Ungeduld
  • In der Nacht
  • Brautlied
  • Weihnachtslied
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  • Heinrich von Herzogenberg, geb. 1843 in Graz, gest. 1900 in Wiesbaden. Jura und Philosophiestudium in Wien, später Student am dortigen Konservatorium; 1874 Mitbegründer und zeitweise Leiter des Bach-Vereins in Leipzig; 1885 Direktor der Kompositonsabteilung der Königlichen Musikhochschule in Berlin; enger Freund von Johannes Brahms. Seine Motetten und Kirchenoratorien belegen sein kontrapunktisches Können. zur Person

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